Publikationen: EVG Geschichte

Beschäftigte bei den Bahnen und ihre Gewerkschaften - DER STÄNDIGE KAMPF ZUR VERBESSERUNG DER LEBENS- UND ARBEITSBEDINGUNGEN 1835 – 2017

Vor 182 Jahren befand sich Deutschland in einem radikalen Wandel. Die industrielle Revolution machte aus beschaulichen Dörfern Fabriklandschaften mit qualmenden Schloten und Wohnsiedlungen. Viele suchten Brot und Arbeit und strömten in die wachsenden Städte. Textilfabrikanten, Stahlbarone, Zechenbesitzer bestimmten ungestört die Regeln von Produktionsablauf, Arbeitszeit und Verdienst. Männer, Frauen wie Kinder waren fast schutzlos der Gewalt der frühkapitalistischen Unternehmer ausgesetzt.

Die arbeitenden Menschen mussten sich zunächst bedingungslos fügen. Doch schon bald fingen sie an, für gerechten Lohn und verträgliche Arbeitsbedingungen zu kämpfen. In dieser Zeit entwickelte sich in Deutschland ein Verkehrsmittel, welches das 19. Jahrhundert entscheidend beeinflussen und gestalten sollte und zu seinem eigentlichen Wahrzeichen wurde. Die deutschen Eisenbahnen haben seitdem über Generationen die gesamte wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes geprägt.

Die erste öffentliche Eisenbahnlinie der Welt wurde in einer Länge von 20 km 1825 zwischen dem englischen Nordseehafen Stockton und dem Kohlenzentrum von Darlington eröffnet. Die Dampfmaschine war bereits erfunden, doch es hatte bis 1825 gebraucht, um eine einsatzfähige dampfgetriebene Lokomotive (Loco Motion) auf die Gleise zu bringen …

182 Jahre Beschäftigte bei den Bahnen

Die Eisenbahnepoche in Deutschland begann am 7. Dezember 1835. Zu dieser Zeit befand sich Deutschland in einem radikalen Wandel. Die industrielle Revolution machte aus beschaulichen Dörfern Fabriklandschaften mit qualmenden Schloten und Wohnsiedlungen für die Arbeiter, die in die wachsenden Städte geströmt waren.

Textilfabrikanten, Stahlbarone und Zechenbesitzer bestimmten ungestört die Regeln von Produktionsablauf, Arbeitszeit und Verdienst. Doch für hunderttausende Eisenbahner war dies Fluch und Segen zugleich. In Massen strömten die Menschen, selbst aus entlegensten Dörfern, zum Bahnbau. Hier gab es Arbeit für viele. Sie waren auf Arbeit angewiesen, um Geld für die damals übliche Großfamilie zu verdienen. Aber unter welchen Lebens- und Arbeitsbedingungen? Männer, Frauen wie Kinder waren fast schutzlos der Gewalt der frühkapitalistischen Unternehmer ausgesetzt. Die arbeitenden Menschen mussten sich zunächst bedingungslos fügen. Schon bald fingen sie jedoch an, für gerechten Lohn und verträgliche Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Die EVG Geschichte hat 2010, zum 175sten Jahrestag der Eisenbahnen in Deutschland, eine Broschüre erstellt und daran erinnert, dass die deutschen Eisenbahnen in diesen 175 Jahren von Menschenhand aufgebaut, unterhalten und betrieben wurden. Deshalb dürfen die Menschen, die dieses große Werk geschaffen haben, nicht vergessen werden. Die Würdigung der Leistungen von vielen Millionen Beschäftigten bei den Bahnen muss vor der Anerkennung des technischen Fortschritts stehen.

Diese Publikation erinnert auch daran, dass die damaligen Bahnbeschäftigten keinerlei Arbeitnehmerrechte hatten und dass sie sich unter äußerst schwierigen Bedingungen solidarisiert und organisiert haben.

Alles musste erkämpft werden und nichts hat ewigen Bestand. Deshalb waren damals Gewerkschaften so notwendig wie heute und morgen.

Die EVG hat ihre Geschichte dokumentiert:

Nachfolgende drei Publikationen können Mitglieder kostenlos über die zuständigen Geschäftsstellen/Ortsverbände beziehen:

Geschichtsbuch
„Einigkeit – Von der Zersplitterung der Eisenbahner zur vereinten Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) 1835-2012“
Frankfurt Main, Oktober 2012, 1. Auflage 2012

Geschichtsbuch
„zeiten ändern sich - der auftrag bleibt - TRANSNET - Gewerkschaft bei der Bahn – 1945 bis 2008“
Frankfurt Main, 2. Auflage 2009 

Geschichtsbuch
„Zukunft hat Vergangenheit - 110 Jahre Gewerkschaft bei der Bahn 1896-2006“
Frankfurt Main 2006, 3. Auflage 2010 
    
Die Nachstehende Broschüre kann nur als E-Paper angesehen werden. Sie steht derzeit nicht gedruckt zur Verfügung.

"175 Jahre Beschäftigte bei den Bahnen
1835 bis 2010 - Ihr ständiger Kampf zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen“

Die EVG Geschichte plant, diese Broschüre zu aktualisieren und neu aufzulegen.

Kontakt:

EVG Geschichte
Weilburger Straße 24
60326 Frankfurt am Main
E-Mail: Geschichte@evg-online.org

Friedrich Rewinkel, Sprecher der EVG Geschichte, im Januar 2017

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Beschäftigte bei den Bahnen und ihre Gewerkschaften -
DER STÄNDIGE KAMPF ZUR VERBESSERUNG DER LEBENS- UND ARBEITSBEDINGUNGEN 1835 – 2017
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„Einigkeit – Von der Zersplitterung der Eisenbahner zur vereinten Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) 1835-2012“
Frankfurt Main, Oktober 2012, 1. Auflage 2012
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