Bundestagswahl 2017

EVG fordert: Klare Entscheidungen – für die Schiene!

Bei der Bundestagswahl in diesem Herbst entscheiden wir über unsere Zukunft. Deutschland hat sich zum Schutz des Klimas verpflichtet. Dafür müssen die CO2-Emissionen massiv gesenkt werden. Das heißt: Weiterwursteln, so wie es alle Bundesregierungen bisher gemacht haben, wird nicht mehr gehen. Es müssen klare Entscheidungen getroffen werden. Vor allem verkehrspolitisch. Denn der Verkehrssektor ist einer der größten CO2-Produzenten.

Bis 2050, so der Klimaschutzplan der Bundesregierung, soll der Verkehr in Deutschland CO2-neutral sein.  Wer dieses Ziel erreichen will, muss jetzt umsteuern. Und wer das Klima schützen will, kommt an Bus und Bahn nicht vorbei.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft fordert deshalb ein klares Bekenntnis der Politik zu Bus und Eisenbahn. Wir erwarten in der kommenden Legislaturperiode deutlich bessere Rahmenbedingungen für diese Verkehrsträger. Insbesondere müssen die Wettbewerbs-nachteile für die Eisenbahnen beseitigt werden – sonst wird die dringend erforderliche Verkehrswende nicht gelingen.

Die Umsetzung unserer Forderungen sichert auch die Arbeitsplätze im Verkehrsbereich. Das ist für die Beschäftigten in der Verkehrsbranche ein wahlentscheidendes Kriterium.

Wir fordern konkret:

den Masterplan Verkehr
den Deutschland-Takt
einen zielgerichteten Ausbau der Schienen-Infrastruktur
Halbierung der Schienenmaut
Innovationsförderung – auch für die Schiene

Weitere Informationen zu unseren Kernforderungen

Deutschland-Takt

Die EVG fordert von den politischen Parteien, sich für die Einführung des Deutschland-Taktes zu engagieren - was ist das genau und was wollen wir damit erreichen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Halbierung der Schienenmaut

Die Unterfinanzierung der Schieneninfrastruktur muss beendet werden, wenn Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Erreichbarkeit wieder die Markenzeichen der Eisenbahnen werden sollen. Hierzu sind im Haushalt ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. ÖPP lehnen wir ab.

Innovationsförderung - auch auf der Schiene

Mehr Klimaschutz, z.B. durch CO2-freies Fahren, höhere Verfügbarkeit des Fahrzeugparks, sichereres Fahren, reibungslosere internationale Verkehre, intelligente und leise Güterwagen, u. v. m. - neue Technologien haben das Potenzial ein besseres System Bahn zu schaffen.

Weitere Informationen zur Bundestagswahl

Unsere Kernforderungen - das sagen die Parteien dazu

Die EVG hat zur Bundestagswahl drei Kernforderungen an die Parteien aufgestellt. Inzwischen liegen die Wahlprogramme der Parteien vor und wir können sehen, inwiefern unsere Kernforderungen ihren Niederschlag gefunden haben.

Rente muss zum Leben reichen!

Gemeinsam mit dem DGB und unseren Schwestergewerkschaften fordern wir einen Kurswechsel in der gesetzlichen Rente. Wir gleichen die Aussagen der Parteien zum Thema Rente miteinander ab.

Gute Arbeit, soziale Sicherheit und ein handlungsfähiger Staat

Eine große Herausforderung, insbesondere für die Sozialpartner und die Politik ist, gute Arbeit im digitalen Zeitalter umzusetzen - unserer Tarifvertrag Arbeit 4.0 mit der DB AG ist hier ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Interviews mit Bundestagsabgeordneten, die EVG-Mitglied sind

Mehrere Mitglieder des Bundestages sind auch EVG-Mitglied. Für uns haben sie eine persönliche Bilanz gezogen. Wir haben ihnen allen dieselben sechs Fragen gestellt:

  1. Was hat Dich als jungen Menschen politisch bewegt, als Du zum ersten Mal zur Wahl gegangen bist?
  2. Warum sollte Jede und jeder im Herbst 2017 zur Wahl gehen?
  3. Du hast Dich für den Weg in die Politik entschieden.  Was war dein Beweggrund dafür?
  4. Was ist für Dich der positive Meilenstein Deiner Arbeit im Bundestag?
  5. Was konnte in der ablaufenden Legislaturperiode insbesondere für Eisenbahner/innen bzw. für Beschäftigte im Verkehrsbereich erreicht werden? 
  6. Politiker haben nicht immer das beste Image. Was ist Deine persönliche Antwort, wenn Dir jemand sagt: „Politiker machen ja nichts und haben nur ihre eigenen Vorteil im Sinn“?

Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete

Interview mit Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete: "Jede Stimme gibt der Politik Richtung."

Detlef Müller, SPD-Bundestagsabgeordneter

Interview mit Detlef Müller, SPD-Bundestagsabgeordneter: "Nur wer sich einbringt, darf auch meckern."

Martin Burkert, SPD-Bundestagsabgeordneter

Interview mit Martin Burkert, SPD-Bundestagsabgeordneter: Wählen gehen ist eine Selbstverständlichkeit."

Bernd Rützel, SPD-Bundestagsabgeordneter

Interview mit Bernd Rützel, SPD-Bundestagsabgeordneter: „Demokratie ist nicht selbstverständlich“

Statements zur Bundestagswahl 2017

„Gewerkschaftsmitglieder sind eine tragende Säule unserer Demokratie. Das zeigt unsere Geschichte. Deshalb sollten alle Gewerkschaftsmitglieder und ihr Familien wählen gehen. Freie Wahlen sind der machtvollste Ausdruck einer Demokratie. Es stärkt sie nach innen und außen.“

Wolfgang Erler, Betriebsrat DB AG Konzernleitung und Vorsitzender der CDA/CSA Bundesarbeitsgemeinschaft in der EVG

„Natürlich gehe ich wählen, sonst entscheiden doch andere. Aber ich schaue ganz genau hin, wen ich wähle und wer am besten meine Interessen vertritt. Da halte ich es mit den Jugend- und Seniorenkreisen der DGB Gewerkschaften: "Wer unsere Zukunft zerbricht, den wählen wir nicht". Politiker, die nichts gegen die systematische Altersverarmung unternehmen, sind nicht wählbar.“

Anne Pawlitz, Vorsitzende der Bundesseniorenleitung der EVG

„Das Wahlrecht ist mein demokratisches Grundrecht. Mit meiner Stimme entscheide ich mit, welche Politik gemacht wird und vor allem, welche nicht. Ich will mit meiner Stimme AFD und andere rechtspopulistische Parteien verhindern.“

Erika Albers, Vorsitzende der Bundesfrauenleitung der EVG

„Ich gehe wählen, weil ich dies als meine Pflicht sehe, aber auch um rechtspopulistischen Parteien keine Chance zu geben.“

Vincent Höner, Vorsitzender der Bundesjugendleitung der EVG

Materialien zur Bundestagswahl