Bundesfrauenleitung: „Unser aller Zukunft hängt vom umfassenden Schutz der Umwelt ab“

Wie ist es um die Wälder in Deutschland bestellt und was kann man tun? Um sich diesen Fragen zu stellen und vor allem über die konkrete Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Bergwaldprojekt e.V.“ zu erfahren, kamen Interessierte auf Einladung des AK Nachhaltigkeit der Bundesfrauenleitung zusammen.

Die Idee war entstanden, da die Bundesfrauenleitung bei ihren letzten Sitzungen gemeinsam für Baumspenden an diesen Verein gesammelt hatte. Der „Hauswald“ der Bundesfrauenleitung (BuFL) umfasst aktuell bereits 22 Bäume. Bei den nächsten Sitzungen soll weiter gesammelt werden, hatte die BuFL bei ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen

Peter Naumann (Vorstand CSR und Öffentlichkeitsarbeit) vom Bergwaldprojekt e.V., war schnell beim gewerkschaftlichen „Du“ und berichtete uns nicht nur über die Entstehung des Vereins und ihre Arbeit, sondern auch über den Zustand der Natur in Deutschland.

Nach aktuellen Untersuchungen sind zwischen Januar 2018 und April 2021 501.000 Hektar Wald verloren gegangen. Dies sind fast 5 % der deutschen Waldfläche und damit weit mehr als bisher angenommen. Das ist nicht nur ein Problem für die Artenvielfalt, sondern dies hat auch direkte Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung in Deutschland, da die Wälder eine enorm wichtige Funktion als Trinkwasserspeicher übernehmen. Darüber hinaus sorgen Wälder, gerade bei steigenden Temperaturen, auch für Abkühlung. Leider steht es auch um die Moore in Deutschland (auch wichtig als CO₂-Speicher) nicht gut. 95 % der Moorböden sind schon jetzt entwässert und zerstört.

Daher organisiert das Bergwaldprojekt bundesweit Arbeitseinsätze in Schutzgebieten und im naturnahen Waldbau zur nachhaltigen Sicherung der Ökosysteme, auch in Hinblick auf den Klimawandel. Insbesondere sollen die Teilnehmenden so für den Nutzen und die Bedeutung des Waldes sowie zur Beziehung des Menschen zu Wald und Natur sensibilisiert werden. Interessierte finden auf der Homepage des Vereins eine Übersicht über alle Einsätze. Die Kollegin Vera Argauer, stellvertretende Vorsitzende der Bundesfrauenleitung, war über die intensive Arbeit überrascht, die solche Baumpflanzungen mit sich bringen und ergänzte: „Unser aller Zukunft hängt vom umfassenden Schutz der Umwelt ab. Jede:r kann seinen Teil dazu beitragen, indem er z.B. dieses Projekt unterstützt." 

Neben den in der Regel siebentägigen Einsätzen gibt es auch noch die „Neihaufeschte“, dies sind Pflanz- oder auch Pflegeaktionen, bei denen man sich für ein Wochenende oder einen Tag beteiligen und mal reinschnuppern kann. Dieses Angebot richtet sich auch ausdrücklich an Familien, für diese es aber noch weitere spezielle Angebote gibt.

Die Teilnehmenden nahmen alle viele neue Informationen aus der Veranstaltung mit. Kollegin Petra Kalinowsky, die den Input für den AK Nachhaltigkeit einleitete, bewertete die Veranstaltung sehr positiv: „Wir freuen uns, dass wir Peter dafür gewinnen konnten, uns noch mal mehr über ihre Arbeit zu erzählen. Vieles hatten wir noch gar nicht so auf dem Schirm - gerade wie aufwendig die Aufzucht der Bäume ist und wie viel Arbeit und Schutz auch nach der Pflanzung noch notwendig ist, hat mich doch überrascht. Wir werden jedenfalls weiter Spenden sammeln und die Kolleg:innen vor Ort auf die vielen Einsätze und Aktionen in der gesamten Republik aufmerksam machen.“

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Bergwaldprojekt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und wurde 1993 gegründet, aktueller Sitz ist Würzburg, mehr Informationen hier.