Taskforce „Zuverlässige Bahn“: EVG fordert entschlossenen Infrastrukturausbau
Die Taskforce „Zuverlässige Bahn“ hat am Freitag ihren Abschlussbericht vorgestellt. Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert, der an den Beratungen beteiligt war, betont: Betriebliche Maßnahmen seien wichtig - die zentrale Ursache für Unpünktlichkeit bleibe jedoch das überlastete und über Jahrzehnte unterfinanzierte Schienennetz.
Burkert begrüßt daher, dass der Bericht einen beschleunigten Ausbau der Infrastruktur und eine verlässliche Finanzierung durch den Bund klar festschreibt. Auch die angekündigte schnellere Beseitigung überlasteter Strecken bewertet die EVG positiv. „Damit haben wir einen Fahrplan zurück zu einer zuverlässigeren Bahn. Aber wir werden den Minister an seinen Taten messen“, so Burkert.
Einzelmaßnahmen bewertet die EVG unterschiedlich:
- Hochbelastete Knoten: Dass Vorschläge wie Halt-Auslassungen oder verlegte Personalwechsel gestrichen wurden, sieht die EVG als wichtigen Schritt, um zusätzliche Belastungen für Beschäftigte und Reisende zu vermeiden.
- „Reisendenlenker“: Diese können örtliche Aufsichten nicht ersetzen. Sie müssen zusätzlich, gut qualifiziert und unter Einbindung der Betriebsräte eingesetzt werden.
- Regelwerke: Ein Format zur „Vereinfachung“ betrieblicher Regelwerke lehnt die EVG ab. Es brauche stattdessen gezielte Verbesserungen - etwa bei der Kontrolle von Fahr- und Ruhezeiten.
Burkert betont: „Der Sektor ist bereit, seinen Beitrag zu leisten. Wenn Bundesregierung und Haushaltsgesetzgeber jetzt handeln, kann die Bahn in absehbarer Zeit wieder zuverlässig werden.