„Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ – Klare Botschaft gegen Gewalt im Dienst
Gewalt und Respektlosigkeit im Dienst gehören für viele Beschäftigte im öffentlichen Verkehr zum Alltag – auch im Münsterland. Mit der Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ machen die DGB‑Gewerkschaften seit 2020 deutlich: Hinter jeder Uniform steht ein Mensch, der Schutz und Respekt verdient.
In der Region Münsterland wurde dazu eine Ausstellung entwickelt, die echte Kolleginnen und Kollegen zeigt und ihre Erfahrungen sichtbar macht. Einer der Fälle ist Mandy Brune, Zugchefin bei der DB Fernverkehr, die regelmäßig mit aggressivem Verhalten konfrontiert ist. Sie kandidiert für den Betriebsrat, weil sie starke Mitbestimmung für unverzichtbar hält – besonders nach Übergriffen.
Auch politisch wächst der Druck zu handeln. Der jüngste tödliche Angriff auf einen Bahn-Beschäftigten hat gezeigt, wie ernst die Lage ist. Ein gemeinsamer Aktionsplan von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Unternehmen sieht mehr Sicherheitspersonal, bessere Ausstattung und Prävention vor. Forderungen wie verpflichtende Deeskalationstrainings, Bodycams und verlässliche Unterstützung nach Vorfällen erhalten breite Unterstützung.
In der Region Münsterland wurde dazu eine Ausstellung entwickelt, die echte Kolleginnen und Kollegen zeigt und ihre Erfahrungen sichtbar macht. Einer der Fälle ist Mandy Brune, Zugchefin bei der DB Fernverkehr, die regelmäßig mit aggressivem Verhalten konfrontiert ist. Sie kandidiert für den Betriebsrat, weil sie starke Mitbestimmung für unverzichtbar hält – besonders nach Übergriffen.
Auch der Arbeitsminister des Landes Nordrhein‑Westfalen, Karl‑Josef Laumann, stellte sich an die Seite der Beschäftigten. Er war an diesem Tag eigentlich auf dem Weg zum CDU‑Parteitag. Als er von der Aufzeichnung und dem Thema erfuhr, nahm er sich dennoch Zeit und positionierte sich klar. Ihm war wichtig zu zeigen, dass der Schutz der Beschäftigten Chefsache ist und politische Verantwortung nicht aufgeschoben werden darf.
Er betonte, dass Übergriffe im öffentlichen Verkehr nicht als Berufsrisiko akzeptiert werden dürfen. Die Forderungen nach besseren Schutzkonzepten, verbindlichen Deeskalationstrainings, technischer Ausstattung wie Bodycams und einer verlässlichen Unterstützung nach Vorfällen unterstütze er ausdrücklich. Sicherheit am Arbeitsplatz sei eine Grundvoraussetzung für gute Arbeit. Laumann machte zudem deutlich, dass Prävention und konsequente Strafverfolgung zusammengehören und nur im Zusammenspiel wirksam sind. Er kündigte an, das Thema weiter in die Landespolitik zu tragen, damit Maßnahmen nicht nur versprochen, sondern auch umgesetzt werden.
Die EVG macht klar: Sicherheit darf kein Zufallsprodukt sein. Übergriffe müssen konsequent erfasst, Schutzkonzepte umgesetzt und Beschäftigte spürbar entlastet werden. Unsere Botschaft bleibt eindeutig: Wer für andere arbeitet, verdient Schutz und Respekt – überall, auch im Münsterland.

