Ortsverband Köln lädt zum Neujahrsempfang ein
Der EVG-Ortsverband Köln ist mit einem gut besuchten Neujahrsempfang ins neue Jahr gestartet. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung ins Brauhaus Gaffel am Dom und wurden dort vom Ortsverbandsvorsitzenden Kalli Wenzel herzlich begrüßt.
In seiner Ansprache blickte Wenzel auf das vergangene Jahr zurück und hob die große Bedeutung des gewerkschaftlichen Zusammenhalts hervor. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Verkehrs- und Arbeitswelt sei eine starke und handlungsfähige EVG unverzichtbar. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Ziele des Ortsverbandes im neuen Jahr.
Als Gastrednerin konnte der Ortsverband Judith Gövert, Regionsgeschäftsführerin des DGB Köln-Bonn, gewinnen. In ihrer Neujahrsansprache griff sie eine Reihe aktueller gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischer Themen auf. Sie sprach über die Entwicklung der Arbeitsbedingungen, die Bedeutung starker Tarifbindungen sowie die Rolle der Gewerkschaften in politischen und gesellschaftlichen Debatten.
Gövert betonte, dass es dem DGB gelungen sei, viele kommunalpolitische Forderungen in den Wahlkampf einzubringen. Gute Schulen und Kitas sowie bezahlbares Wohnen seien zentrale Forderungen des DGB an die Politik. „Wir müssen mutiger werden“, forderte die DGB-Regionsgeschäftsführerin. Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz sowie Verschlechterungen bei den Leistungen der Krankenkassen und der Pflegeversicherung lehne der DGB entschieden ab. Zudem machte sie deutlich: Starke Schultern müssten mehr tragen. Eine Vermögenssteuer sowie eine evaluierte Erbschaftssteuer seien notwendige Schritte zu mehr sozialer Gerechtigkeit.
Der Landesvorsitzende der EVG, Neithard von Böhlen, ging in seinem Beitrag auf die bevorstehenden Gremienwahlen in diesem Jahr ein. Sein eindringlicher Appell an die Mitglieder lautete: „Wählen gehen!“ – nicht nur bei den EVG-Gremienwahlen, sondern auch bei den anstehenden Betriebsratswahlen. Nur starke Betriebsräte könnten die Interessen der Beschäftigten wirkungsvoll vertreten. Mit Blick auf die aktuelle Lage machte von Böhlen deutlich: „Die wirtschaftliche Situation im Güterverkehr, aber auch im Fernverkehr, macht uns große Sorge.“ In den kommenden Monaten würden richtungsweisende Entscheidungen darüber fallen, wie es weitergeht.
Der Neujahrsempfang bot neben den Redebeiträgen auch ausreichend Gelegenheit für persönliche Gespräche und den Austausch unter Kolleginnen und Kollegen – ein gelungener gemeinsamer Start in das neue Jahr in angenehmer und solidarischer Atmosphäre.


