Nach Angriff im Regionalzug: Zugbegleiter ringt mit dem Tod
Am Montagabend ist ein Zugbegleiter von einem Fahrgast angegriffen und lebensbedrohlich verletzt worden. Dazu der EVG-Vorsitzende Martin Burkert:
„In diesen Stunden bangen wir um das Leben unseres Kollegen Serkan. Unsere Gedanken sind jetzt in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, Freunden und Kollegen. Wir sind bestürzt und fassungslos. Vor allem sind wir aber wütend. Wir akzeptieren es nicht länger, dass man sich als Zugbegleiter in Lebensgefahr begibt, sobald man seine Schicht antritt.
Die Anzahl der Übergriffe auf Beschäftigte bei Bahn und Bus steigt seit Jahren und die Politik schaut zu. Jahrelang wurde an der Sicherheit von Personal und Fahrgästen gespart. Auf vielen Zügen im Nahverkehr gibt es nur einen Zugbegleiter. Sicherheitspersonal fährt fast nie mit. Die Folgen sieht man jetzt. Am vergangenen Montag ist ein Familienvater nach seinem Dienst nicht wieder nach Hause gekommen. Bei einer Fahrkartenkontrolle wurde er angegriffen und ins Koma geprügelt. Wie viele solcher Gewaltorgien müssen wir noch erleben, bis sich endlich etwas ändert?"