NRW-Verkehrsminister Krischer bei EVG-Sicherheitskonferenz
Die Sicherheit von Beschäftigten im Verkehrssektor steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Debatte. Gewalt und Bedrohungen im Arbeitsalltag sind für viele Beschäftigte Realität.
Die Sicherheit von Beschäftigten im Verkehrssektor steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Debatte. Gewalt und Bedrohungen im Arbeitsalltag sind für viele Beschäftigte Realität.
Angesichts der zunehmenden Gewalt bei Bus und Bahn drohen eklatante Folgen für die Fahrgäste. Knapp ein Drittel der Beschäftigten spielt mittlerweile mit dem Gedanken, den Beruf zu wechseln. Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Sicherheitsumfrage der EVG. Setzen sie diesen Gedanken um, würden zwangsläufig Züge wegen Personalmangel stehen bleiben. Einen solchen „Aderlass“ könnte kein Unternehmen kurzfristig kompensieren.
Eine neue europaweite Umfrage der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) zeigt: Frauen im Verkehrssektor sind besonders häufig von Gewalt und Belästigung betroffen. In der Befragung unter 1.744 Beschäftigten berichten 81,1 % der Eisenbahner:innen und viele Beschäftigte im Straßenverkehr / ÖPNV von Übergriffen am Arbeitsplatz.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer macht sich als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) die Forderung der EVG zu eigen, das Deutschlandticket künftig mit einem Lichtbild zu versehen. Unterstützt wird er dabei von seinem Stellvertreter in der MPK, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Sicherheit geht nur gemeinsam! Die EVG setzt sich seit vielen Jahren auf allen Ebenen für die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen ein – öffentlich, gegenüber dem Arbeitgeber und in der Politik.
Rund 400 Expertinnen und Experten unterschiedlichster Nahverkehrsunternehmen waren der Adressat der von der EVG initiierten Petition für mehr Sicherheit bei Bus und Bahn. Anlässlich des Branchentreffs des Bundesverbands SchienenNahverkehr (ehemals Bundesarbeitsgemeinschaft SPNV) in Fulda wies die EVG vor Ort noch einmal nachdrücklich auf ihre Forderungen hin.
Die EVG ruft zu einer Kundgebung für mehr Sicherheit für Beschäftigte im Schienennahverkehr auf. Die Versammlung findet am Mittwoch um 18:45 Uhr vor dem Hotel Esperanto, Esperantoplatz 1 in Fulda, statt.
Der EVG-Landesverbandes Rheinland-Pfalz hat am Freitag die Erklärung „Für mehr Sicherheit und Respekt in Bus und Bahn!“ verabschiedet.
Der 2. Februar 2026 stellt für uns eine Zäsur dar: an diesem Tag wurde unser Kollege Serkan Çalar im Rahmen einer Fahrscheinkontrolle Regionalzug RE 4131 (Heidelberg–Koblenz) so brutal angegriffen, dass er später seinen schweren Verletzungen erlag.
Die Sicherheit der Beschäftigten im Bahnbereich ist für die EVG nicht verhandelbar. Beim Sicherheitsgipfel am Freitag bei der DB AG haben wir mit Nachdruck auf konkrete Sofortmaßnahmen gedrängt - und einen wichtigen Erfolg erzielt: Bodycams werden künftig für alle Kolleg:innen im Kundenkontakt eingesetzt.