„Kitastrophe“ Stuttgart: Das Thema geht uns alle an - so kann es nicht weitergehen!

Die Initiative „Kitastrophe Stuttgart“ hatte am vergangenen Freitag zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Veranstaltung mit Kinderprogramm fand auf dem Marktplatz der Landeshauptstadt statt.

Die EVG-Frauen Stuttgart erklären sich solidarisch und unterstützen die berechtigten Forderungen. Themen, die nicht nur uns Frauen, sondern die ganze Gesellschaft beschäftigen (sollten).

Rund 1.500 Menschen folgten dem Aufruf, denn das Thema „Kita-Notstand“ beschäftigt aktuell nicht nur Eltern bzw. Familien und Erzieher:innen, sondern viele Teile unserer Gesellschaft und auch viele Arbeitgeber. Denn ohne eine zuverlässige und verlässliche Kinderbetreuung ist auch der Einsatz berufstätiger Eltern in den Firmen gefährdet. 

Außerdem muss der Anspruch einer frühkindlichen Bildung gewahrt bleiben und KiTas sollen nicht zu Kinder-Verwahr-Orten „verkommen“. Erzieher:innen brauchen endlich bessere Arbeitsbedingungen, um diesen Bildungsauftrag erfüllen zu können. Auch muss dem derzeitigen Fachkräftemangel im Sozialbereich und speziell im frühkindlichen Erziehungsbereich entgegengewirkt werden.

„Kitastrophe Stuttgart“ ist eine Initiative von Eltern, Großeltern und pädagogischen Fachkräften und Auszubildenden, die die Hauptlast der KiTa-Krise derzeit tragen. Sie setzen sich gemeinsam für eine bessere KiTa-Betreuung und einen Wandel im System der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung ein. Darüber hinaus fordern sie ausreichend KiTa-Plätze, gute Arbeitsbedingungen und verlässliche Betreuungszeiten.

Die Versäumnisse der zuständigen Politiker:innen und Behörden wollen die Beteiligten und Unterstützer:innen der Initiative nicht länger hinnehmen. Benötigt werden gute Rahmenbedingungen für frühkindliche Bildung, damit Erzieher:innen einen guten Job machen, Kinder gut aufwachsen und Eltern, Familie, Beruf und andere Verpflichtungen vereinbaren können.

Hier ein paar Stichpunkte zu den derzeitigen Missständen und Forderungen der Initiative:

  • Frühkindliche Bildung und eine hohe Qualität in der Kindertagesbetreuung als Schlüssel für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit.
  • Vermeiden von Umständen, aus denen viele Fachkräfte „abwandern“ und es daher zu Ausbildungsabbrüchen kommt.
  • Teilweise keine gesicherte Betreuung trotz Berufstätigkeit der Eltern bei Personalnot in der KiTa
  • Nicht ausreichende Anzahl von KiTa-Plätzen und die damit verbundene Unsicherheit für Eltern und Firmen über den Zeitpunkt des Wiedereinstiegs in den Job nach der Elternzeit.

Gute Arbeits- und Rahmenbedingungen in Kitas, umfassende frühkindliche Bildung und Erziehung, ausreichend Kita-Plätze und eine verlässliche Betreuung in der Kita gehen Hand in Hand. 

Dafür stehen wir gemeinsam ein und zeigen als EVG zusammen mit ver.di als DGB-Gewerkschaften solidarisch Präsenz. 

Weitere Informationen der Initiative „Kitastrophe Stuttgart“:

www.kitastrophe-stuttgart.de

instagram/kitastrophe0711