Internationaler Frauentag: Klarheit statt Blumen

Für die EVG geht es am Internationalen Frauentag nicht um Blumen, sondern um klare Haltung und konkrete Verbesserungen für Beschäftigte. Viele Frauen im Verkehrssektor arbeiten am Limit – im Schichtdienst, in der Familie, in der Pflege. Gleichzeitig wird ihre Realität in politischen Debatten oft übersehen. Die EVG fordert deshalb alle Beschäftigten dazu auf, ihre Stimme bei den Betriebsratswahlen der EVG zu geben.

„Der Internationale Frauentag ist für mich kein Tag für Blumen. Er ist ein Tag für Klarheit und für unseren gemeinsamen Einsatz. Lasst uns die Arbeitswelt zusammen gerechter gestalten - und geht wählen bei den Betriebsratswahlen,“ sagt die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay.

Noch immer kämpfen wir als Gewerkschaft für Dinge, die selbstverständlich sein sollten: gleiche Bezahlung, echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Schutz vor Gewalt und Respekt für unsere Arbeit. Viele Frauen arbeiten am Limit - im Job, im Schichtdienst und zu Hause in der Care-Arbeit. Für viele ist Teilzeit keine Bequemlichkeit, sondern Überlebensstrategie. In der Realität bedeutet Teilzeit: Pflege von Angehörigen, Kinderbetreuung, Erschöpfung durch Arbeitsverdichtung, Schichtdienste, Personalmangel und Dauerbelastung.

Wer Teilzeit pauschal kritisiert und steigende Krankheitstage den Beschäftigten anlastet, verkennt die Realität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gerade Frauen tragen neben ihrer Erwerbsarbeit noch immer den größten Teil der Care-Arbeit. „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie diese Lebensrealitäten ernst nimmt und den Sozialstaat stärkt – statt Debatten zu führen, die an der Wirklichkeit der Beschäftigten vorbeigehen“, erklärt Nadja Houy, Vorsitzende der EVG-Bundesfrauenleitung.

Als Gewerkschaft kämpfen wir für unseren Sozialstaat und für Arbeitszeiten, die zum Leben passen – mit Rückkehrrecht in Vollzeit, echter Brückenteilzeit und Modellen, die die Lebensrealität der Beschäftigten ernst nehmen. Gerade deshalb werden wir jetzt nicht leiser werden.

Unser stärkstes Instrument ist die Mitbestimmung. Sie ist eine hart erkämpfte Errungenschaft. Wer die EVG-Listen wählt unterstützt uns alle – für eine demokratische Arbeitswelt mit Respekt, Vielfalt und klarer Haltung.