Internationaler Frauentag: „Die Würde der Frau ist unantastbar“
Mit einer eindrucksvollen und gut besuchten Ausstellung haben die Frauen der EVG Hamm in Kooperation mit dem Hammer Künstler Bund (hkb) anlässlich des Internationalen Frauentages ein starkes Zeichen gesetzt unter dem Titel „Die Würde der Frau ist unantastbar“.
Die Ausstellung wurde offiziell eröffnet von Ina Jenzelewski (1. Vorsitzende des hkb) und Gerti Hauptführer (Bildende Künstlerin im hkb sowie engagiertes Mitglied der EVG in Hamm). In ihren Ansprachen betonten sie die gesellschaftliche Verantwortung der Kunst, Missstände sichtbar zu machen und Diskussionen anzuregen.
Ein besonderes Element der Ausstellung war die Präsentation der Ergebnisse eines Workshops der EVG-Ortsfrauenleitung Hamm–Bielefeld, der sich intensiv mit dem Thema Gewalt an Frauen auseinandersetzte. Tanja Feuerbaum, Leiterin der EVG-Frauen in Hamm und Gerti Hauptführer organisierten und begleiteten den Workshop fachlich und künstlerisch. Die entstandenen und ausgestellten Beiträge machten deutlich, wie allgegenwärtig physische und psychische Gewalt gegen Frauen auch heute noch ist – und wie wichtig Präventionsarbeit, Sensibilisierung und konsequente Unterstützung betroffener Frauen sind.
Für einen inhaltlichen Schwerpunkt sorgte die Geschäftsstellenleiterin der EVG Hamm, Sabine Kauer, die in ihrer Rede die weltweiten Herausforderungen für Frauen beleuchtete. Sie spannte den Bogen von, nach wie vor bestehenden ungleichen Bezahlungsstrukturen, bis hin zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen – weltweit, auch in Deutschland. Auch stellte sie die immer größer werdende Problematik der Frauenmorde (Femizide) und der häuslichen Gewalt in Deutschland dar.
Ihre Worte wirkten nachdenklich, aber auch motivierend – ein Appell, im Engagement für Frauenrechte nicht nachzulassen. Sabine Kauer betonte, dass sich ein Männerproblem nicht ohne Männer lösen lässt. Sie appellierte an die Männer, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Sie rief die guten Männer auf, sichtbarer zu werden.
„Wir brauchen Männer, die sichtbar zeigen, dass Respekt gegenüber Frauen normal ist; Männer, die widersprechen, wenn sie Sexismus hören und sehen; Männer, die Gleichberechtigung nicht als Bedrohung sehen; Männer, die Frauen als Menschen sehen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. (Sabine Kauer)
Neben Hamms Oberbürgermeister Marc Herter und der ersten Bürgermeisterin Monika Simshäuser war auch die Bezirksbürgermeisterin Julia Vedder anwesend – alle unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung der Veranstaltung.
Die Ausstellung wurde nicht nur lokal wahrgenommen: Auch kunstinteressierte Bürgerinnen und Bürger, Frauenverbände, Gewerkschafter:innen der ver.di und der EVG aus ganz NRW folgten der Einladung und zeigten ihre Verbundenheit mit dem Thema und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Der Austausch über regionale Grenzen hinweg machte deutlich, dass der Kampf für Frauenrechte ein gemeinsames Anliegen ist, das weit über Hamm hinausstrahlt.
Fazit:
Die Ausstellung „Die Würde der Frau ist unantastbar“ setzt ein kraftvolles, emotionales und gesellschaftlich relevantes Zeichen zum Internationalen Frauentag. Sie zeigte, wie Kunst, Engagement und solidarische Netzwerke gemeinsam wirken können – und dass die Themen Gleichberechtigung, Schutz und Respekt für Frauen weiterhin höchste Aufmerksamkeit verdienen.
Sie kann weiterhin bis zum 04. April 2026 besucht werden. Die Öffnungszeiten sind samstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.