Erfolgreicher Warnstreik bei Regio Infra Nord-Ost
Der Warnstreik EVG bei Regio Infra Nord-Ost (RIN) wurde am Donnerstag erfolgreich durchgeführt. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben die Arbeit zwischen 7 Uhr und 9:30 Uhr niedergelegt und für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt.
Trotz kurzfristiger Gegenmaßnahmen ist es dem Arbeitgeber nicht gelungen, den Betrieb an allen Stellen aufrechtzuerhalten, es kam zu Ausfällen im Regionalverkehr.
„Der Streik ist unser gutes und gesetzlich geschütztes Recht. Wenn ein Arbeitgeber nicht bereit ist, ernsthaft am Verhandlungstisch nach Lösungen zu suchen, dann sind wir gezwungen, zu unserem schärfsten Mittel zu greifen. Arbeitskampf ist kein Selbstzweck, sondern die Konsequenz aus fehlender Kompromissbereitschaft auf der anderen Seite. Wir stehen geschlossen zusammen und machen deutlich: Unsere Forderungen sind berechtigt und wir werden sie gemeinsam vertreten“, so EVG-Vorstandsmitglied Frank Hauenstein.
Hintergrund zu den Tarifverhandlungen:
Die EVG fordert für die Beschäftigten der RIN unter anderem eine Erhöhung der Einkommen um 5 Prozent und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro. Zudem sollen Schicht- und Bereitschaftszulagen sowie der Nachtarbeitszeitraum moderat angepasst werden.
Außerdem soll der arbeitgeberseitig gekündigte Fonds soziale Sicherung, der verschiedene Sozialleistungen für Beschäftigte bündelt, wieder eingesetzt werden. Nach mehreren Terminen wurden die Verhandlungen seitens der EVG abgebrochen. Der Arbeitgeber kommt den Forderungen kaum entgegen, die Wiedereinsetzung des Fonds wird prinzipiell abgelehnt.




