Zentrale Fachgruppe Dienstleistungen berät zu Konzernumbau bei der DB
Die aktuelle Umstrukturierung des DB Konzerns und deren Auswirkungen auf die sogenannten Dienstleister standen im Mittelpunkt der Beratungen beim ersten Treffen der Zentralen Fachgruppe (ZFG) Dienstleistungen im neuen Jahr.
Einen aktuellen Einblick lieferte der stellvertretende EVG Vorsitzende Kristian Loroch, der unmittelbar aus der Sitzung des Konzernbetriebsrates (KBR) berichtete. Dabei wurde deutlich: Nach wie vor herrscht große Unklarheit darüber, wie sich der Konzernvorstand die mittel und langfristige Zukunft von DB Services und DB Sicherheit vorstellt.
Drei klare Grundsätze beschlossen
Auch mit Blick auf die Bundesvorstandssitzung im Februar, bei der der Stand der Beratungen der Arbeitsgruppe Konzernumbau auf der Tagesordnung stehen wird, hat die ZFG drei zentrale Grundsätze verabschiedet:
- Bei allen Maßnahmen muss sichergestellt sein, dass alle Kolleginnen und Kollegen auch künftig einen Arbeitsplatz im Konzern finden.
- Mindestens gleiche Arbeits- und Sozialstandards müssen eingehalten werden.
- Eine ordentliche Interessenvertretung muss auch in Zukunft gewährleistet bleiben.
Der Sprecher der ZFG, Torsten Steinbrück, machte die Haltung der Fachgruppe deutlich: „Uns ist klar, dass wir uns Veränderungen nicht verschließen können und wollen. Aber dabei darf niemand auf der Strecke bleiben. Unter anderem deshalb bedarf es gesamthafter Lösungen und keine Salamitaktik an deren Ende nicht mehr handlungsfähige Teile dann zum Abschuss freigegeben werden könnten. Wir haben immer unsere gesamte Belegschaft im Blick – aber auch die Zukunft der Schiene.“
Warnendes Beispiel aus dem Saarland
Welche Folgen es haben kann, wenn Dienstleistungen ausschließlich dem Spiel der Märkte unterworfen werden, zeigte der Bericht aus dem Saarland. Dort steht der Betriebsrat aktuell vor der Herausforderung, nach einem Ausschreibungsverlust die Zukunft von rund 300 Beschäftigten der Saar Service GmbH (SSG) abzusichern.
Die Zentrale Fachgruppe Dienstleistungen machte deutlich: Der Konzernumbau darf nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. Die EVG wird den Prozess weiterhin kritisch begleiten und sich für sichere Arbeitsplätze, faire Bedingungen und starke Mitbestimmung einsetzen.