Wechsel an der Spitze des SPA: Ehrung für Robert Prill und Neustart mit Claudia Huppertz
Mit einem Wechsel an der Spitze und einer besonderen Ehrung ist der Sozialpolitische Ausschuss (SPA) der EVG ins neue Jahr gestartet: Claudia Huppertz wurde Mitte Februar zur neuen Sprecherin gewählt. Ihre Stellvertreter sind Holger Conrad und Ralph Borkowski.
Claudia tritt die Nachfolge von Robert Prill an, der Ende Januar in Rente gegangen ist – nach vier Jahrzehnten engagierter Arbeit in der sozialen Selbstverwaltung.
Verdienstmedaille für ein Lebenswerk
Zum Abschied erhielt Robert Prill eine besondere Auszeichnung: die Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung für sein jahrzehntelanges Wirken in der Selbstverwaltung. Überreicht wurde sie von Birgit Biermann, stellvertretende Vorsitzende der IGBCE und alternierende Vorsitzende des Vorstands der Knappschaft-Bahn-See. Sie würdigte Robert als eine „wichtige Stimme der Versicherten“ in der sozialen Selbstverwaltung. Diese sei ein „lebenswichtiges Strukturelement“, das jedoch derzeit nicht ausgehöhlt werden dürfe. Der Sozialstaat sei „kein dürrer Ast, sondern ein kräftiger Stamm unserer demokratischen Gesellschaft“. „Du hast immer für diesen Stamm gekämpft.“
Auch die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay fand deutliche Worte: „Du warst mit Leib und Seele Versichertensprecher, immer an der Seite der Kolleginnen und Kollegen. Du warst Gesicht und Stimme der Versicherten.“
Eisenbahner mit Herz und Haltung
Robert Prill ist Eisenbahner durch und durch. 1978 begann er seine Ausbildung im Ausbesserungswerk Krefeld-Oppum, ab 1981 arbeitete er dort als Facharbeiter. Schon früh engagierte er sich über seinen Arbeitsplatz hinaus. So war Robert dann auch mehrere Jahrzehnte Versichertensprecher.
Seit 1986 war er in der sozialen Selbstverwaltung aktiv – insgesamt 40 Jahre. Zuletzt war er fast zehn Jahre alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der KBS. Neun Arbeits- und neun Gesundheitsminister:innen hat er in den 40 Jahren erlebt.
Für ihn selbst war das sozialpolitische Engagement „mehr als nur Arbeit“. Die Jahre seien geprägt gewesen von Vertrauen, gemeinsamen Erfolgen und neuen Herausforderungen – und hätten ihn auch menschlich wachsen lassen. „Danke, Robert, für dein Engagement!"



