Vor Ort bei Start Mitteldeutschland: Sicherheit, Dienstpläne und Kommunikation im Fokus

Zuhören, hinschauen und ein realistisches Bild der Lage gewinnen: Unter diesem Motto besuchten wir gemeinsam mit dem GBR-Vorsitzenden Ralf Damde die Kolleginnen und Kollegen von Start Mitteldeutschland an den Standorten Halberstadt und Aschersleben.

Gemeinsam mit Ralf Damde (Vorsitzender des GBR DB Regio Schiene/Bus und stellv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats DB AG) sowie Andreas Karpinski (stellv. Betriebsgruppenvorsitzender) waren wir in den Meldestellen vor Ort. Die Gespräche waren offen, ehrlich und teilweise sehr deutlich. Eines wurde schnell klar: Es gibt Themen, die den Kolleginnen und Kollegen unter den Nägeln brennen – insbesondere mit Blick auf den anstehenden Betriebsübergang von Start Mitteldeutschland zu DB Regio.

Sicherheit: Freiwilligkeit bei Bodycams

Ein zentrales Thema in nahezu allen Gesprächen war die Sicherheit am Arbeitsplatz. Viele Kolleginnen und Kollegen schilderten ihre teils belastenden Erfahrungen im Dienst.

Ralf Damde gab hierzu ein klares Update: Es wird verpflichtende Schulungen für den Einsatz von Bodycams geben. Entscheidend ist dabei die Selbstbestimmung: Erst nach der Schulung entscheidet jede und jeder für sich, ob eine Kamera getragen wird. Die Nutzung bleibt freiwillig.

Dienstpläne: Mitbestimmung nutzen

Auch bei den Dienstplänen gibt es deutlichen Handlungsbedarf. Vor allem Schichtlängen und Schichtgestaltung standen immer wieder in der Kritik.

„Der Betriebsrat hat nach dem Betriebsverfassungsgesetz klare Mitbestimmungsrechte. Wir haben aufgezeigt, welche Hebel es gibt, um Verbesserungen zu erreichen“, so Ralf Damde.

Nun gilt es, diese Möglichkeiten auf örtlicher Ebene konsequent zu nutzen, um die Belastung für die Beschäftigten spürbar zu reduzieren.

Leitstelle: Kommunikation verbessern

Ein weiterer Punkt aus den Gesprächen war die Erreichbarkeit der Leitstelle. Viele Kolleginnen und Kollegen haben hier unterschiedliche Erfahrungen geschildert.

Klar ist: Wo Kommunikation gut funktioniert, entlastet das den Arbeitsalltag spürbar. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es in bestimmten Situationen noch Verbesserungsbedarf gibt. Ziel muss es sein, die Abläufe weiter zu stabilisieren und die Kommunikation insgesamt verlässlicher zu gestalten. Fazit: Den Worten müssen Taten folgen.

Der Besuch hat einmal mehr gezeigt: Präsenz vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Die Probleme liegen klar auf dem Tisch, und die Erwartungen der Kolleginnen und Kollegen sind berechtigt.

Jetzt kommt es darauf an, die besprochenen Punkte Schritt für Schritt in konkrete Verbesserungen zu überführen. Ralf Damde hat viele der angesprochenen Themen mitgenommen und wird diese weiter bearbeiten. Klar ist aber auch: Veränderungen brauchen Zeit, weil dahinter Prozesse stehen, die nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können.

Ein herzlicher Dank geht an Ralf Damde und Andreas Karpinski für die starke Unterstützung und den konstruktiven Austausch vor Ort. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.