ÖPNV-Streik: EVG in Bremen erklärt sich solidarisch
Wie in fast allen anderen Bundesländern, dreht sich am Freitag auch in Bremen kein Rad im ÖPNV: ver.di bestreikt die Bremer Straßenbahn AG. Hintergrund: Die Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden kommen nicht vom Fleck.
Dabei geht es vor allem um Arbeitszeitregelungen und Schichtzuschläge. Die EVG in Bremen hat den Kolleg:innen der BSAG unsere volle Solidarität erklärt. „Warnstreiks sind ein legitimes und notwendiges Mittel der Tarifauseinandersetzung“, scheibt der EVG-Landesverbandsvorstand an ver.di. „Wer täglich Verantwortung für tausende Fahrgäste trägt, Schichtdienst leistet und einen unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge erbringt, hat Respekt und Wertschätzung verdient – auch am Verhandlungstisch.“
Gute Arbeitsbedingungen im ÖPNV seien „keine Nebensache. Sie sind Voraussetzung für eine funktionierende Verkehrswende und für einen starken Standort Bremen. Wer einen leistungsfähigen Nahverkehr will, muss auch bereit sein, in die Beschäftigten zu investieren.“
Auch der Betriebsrat des Werks Bremen der DB Fahrzeuginstandhaltung hat sich in einem Brief an die streikenden Kolleg:innen gewandt. „Wir wissen aus eigener Erfahrung: Gute Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung und verlässliche Perspektiven fallen nicht vom Himmel. Sie müssen gemeinsam erkämpft und verteidigt werden. Dass es in Tarifauseinandersetzungen unterschiedliche Bewertungen gibt, gehört dazu. Entscheidend ist jedoch, dass die berechtigten Interessen der Beschäftigten ernst genommen werden.“
An einer Kundgebung im DGB-Haus Bremen nahmen auch Kolleg:innen der Weser-Ems Bus GmbH teil und überbrachten die solidarischen Grüße.