Nach Schließung FZI Delitzsch: Personalengpass im Werk Fulda

Zum Jahresbeginn 2025 verkündete der Arbeitgeber völlig überraschend die Absicht, den Standort der DB Fahrzeuginstandhaltung in Delitzsch zum Jahresende zu schließen. Eine Entscheidung, die bis heute auf Unverständnis stößt: Der Standort war voll ausgelastet und wirtschaftlich stabil.

Ausschlaggebend für den Beschluss der Geschäftsführung war allein die Einsparung der jährlichen Mietkosten. Die Arbeitsleistung sollte von Delitzsch nach Fulda verlagert werden – verbunden mit der unrealistischen Annahme, dass die rund 50 betroffenen Beschäftigten mit nach Fulda wechseln würden.

Das Ergebnis spricht für sich:

Von den 50 Beschäftigten sind lediglich 7 nach Fulda gewechselt. Alle anderen haben den Standort verlassen oder sich beruflich anderweitig orientiert. In Fulda ist nun eine Einstellungsoffensive mit Zeitarbeitern notwendig, um den entstandenen Personalengpass zu kompensieren.

Damit ist genau das eingetreten, wovor Betriebsrat, Gewerkschaft und kommunale Politik eindringlich gewarnt hatten. Dieses Vorgehen steht sinnbildlich für den Zustand des Konzerns: Anstatt sich den tatsächlichen Problemen zu widmen, wird eine funktionierende und wirtschaftlich gesunde Struktur zerstört.

Die Geschäftsführung kann sich für diese Fehlentscheidung ein weiteres Negativsiegel ausstellen lassen.