Mitglieder entscheiden: Zukunftssiegel für die DB Services Magdeburg
Am vergangenen Freitag wurde es konkret: Die EVG-Betriebsgruppe bei DB Services Magdeburg (Sachsen-Anhalt) hat das EVG-Zukunftssiegel erhalten. Damit zeigt sie beispielhaft, wie eine moderne und zukunftsorientierte Aufstellung von Betriebsratslisten funktionieren kann, wenn man den Prozess bewusst gestaltet.
Die Betriebsgruppe konnte nahezu alle Kriterien des Zukunftssiegels erfüllen. Lediglich das Kriterium Jugend ließ sich nicht erreichen, da sich aus dem Bereich Jugend aktuell niemand für den Betriebsrat aufstellen lassen wollte.
Genau für solche Situationen sieht das Zukunftssiegel den sogenannten Joker vor. Die Betriebsgruppe hat diesen genutzt, und zwar mit einem überzeugenden Ansatz: Sie hat die Richtlinie zur Kandidatenaufstellung vollständig eingehalten und konsequent umgesetzt.
Statt Kandidaturen im kleinen Kreis zu besprechen, wurde der Prozess bewusst geöffnet. Über mehrere Umfragen wurden alle EVG-Mitglieder im Betrieb beteiligt. Jede und jeder hatte die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen und sich aktiv am Prozess zu beteiligen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Eine Vorschlagsliste, die direkt aus der Mitgliedschaft heraus entstanden ist. Getragen und entschieden von den EVG-Mitgliedern vor Ort.
Gerade das zeigt, worum es beim Zukunftssiegel geht: Transparenz, Beteiligung und eine bewusste Gestaltung von Mittbestimmung. Und es zeigt auch: Die Kriterien des Zukunftssiegels sind kein bürokratisches Hindernis. Wer die bestehenden Richtlinien ernst nimmt und seine Mitglieder einbindet, kann sie problemlos umsetzen.
Die Betriebsgruppe DB Services Magdeburg setzt damit ein klares Signal: Mitbestimmung lebt davon, dass Menschen mitmachen und nicht nur darüber reden.
Das Zukunftssiegel wurde durch die Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt Janina Pfeiffer (rechts im Bild) und Geschäftsstellenleiter Jan Melzer (links im Bild) an den Betriebsgruppenvorsitzenden Stephan Türk (2. von rechts) und die Listenführerin der EVG Liste Henrieta Melzer (2. von links) übergeben.