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EVG kritisiert „Starrsinn der deutschen Politik“ und fordert Besteuerung des Flugverkehrs

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Alexander Kirchner, hat den „Starrsinn der deutschen Politik in Sachen Klimaschutz“ scharf kritisiert. Kirchner begrüßt den, wie er sagte „Mut der Franzosen“, den Flugverkehr zu besteuern, um die daraus generierten Einnahmen auch in den Ausbau der Schiene zu stecken. „Das halten wir als EVG auch in Deutschland für erforderlich“, machte er deutlich.

EVG fordert lückenlose und vollständige Aufklärung

Nach den bekanntgewordenen, vermutlichen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Beraterverträgen bei der Deutschen Bahn fordert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) eine schnelle und lückenlose Offenlegung aller Vorfälle. Sie unterstützt deshalb den vom Aufsichtsrat der DB AG am vergangenen Donnerstag erklärten Willen zur Aufklärung.

Gesamtbetriebsrat Netz der DB AB bittet Abgeordnete des Bundestages um Unterstützung / Konzertierte Aktion gefordert

Der Gesamtbetriebsrat der DB Netz AG hat sich mit einem persönlichen Schreiben an Abgeordnete des Deutschen Bundestages gewandt. Darin bittet der Vorsitzende des Gremiums, Veit Sobek, „dringend um Unterstützung“ für die Forderungen nach deutlich mehr Geld für das System Schiene. Um die vorhandenen Mängel zu beheben und die von der Politik gemachten Zusagen - etwa nach einer Verdopplung des Personenverkehrs auf der Schiene bis zum Jahr 2030 - umzusetzen, sei ein zusätzlicher Finanzbedarf von jährlich rund 10 Milliarden Euro erforderlich. „Der Eckwertebeschluss des Bundeskabinetts zum Bundeshaushalt 2020 und zum Finanzplan 2019-2030 gibt dies jedoch bei weitem nicht her“, heißt es in dem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten.

EVG fordert mehr Geld, um den Verkehrsträger Schiene zukunftssicher aufzustellen

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Alexander Kirchner, hat davor gewarnt, sich in der aktuellen Diskussion um die Finanzierung der Schienenwege von den derzeit genannten Milliardenbeträgen blenden zu lassen. „Natürlich hört es sich gewaltig an, wenn der Bund in den nächsten Jahren 50 Milliarden Euro für die Sanierung des Schienennetzes ausgeben will. Da die Bundesregierung aber über Jahre hinweg viel zu wenig in die Sanierung der Trassen investiert hat, ist das Netz mittlerweile so marode, dass 50 Milliarden Euro nicht ausreichen werden“, so Kirchner.

EVG fordert mehr Engagement gegen Übergriffe - Zuwachs auch in 2018 - Zahl der Krankentage nach Übergriffen ebenfalls deutlich angestiegen

Die EVG hat den Vorstand der Deutschen Bahn aufgefordert, die Blockadehaltung vieler Führungskräfte im Hinblick auf das Thema Sicherheit aufzubrechen. „Die aktuellen Zahlen sind erschreckend“, machte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel deutlich. So sei die Zahl der Übergriffe 2018, im Vergleich zum Vorjahr, erneut angestiegen; von 2.550 auf 2.624. Das entspricht einer Zunahme von 2,9 Prozent. „Und das sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist noch deutlich höher“, so Hommel.