Wir fordern, dass die Empfehlungen für menschenwürdige Arbeit im Eisenbahnsektors, die auf dem „Technical Meeting“ der Internationalen Arbeitsorganisation IAO mit den Vertreter:innen der ITF-Bahngewerkschaften, Arbeitgebern und Regierungen im September 2025 erarbeitet wurden, zügig umgesetzt werden. Zu diesen gehören unter anderem:
- Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen bei Einführung neuer
Technologien; - Angemessene Personalausstattung, planbare Dienstzeiten;
- Recht auf kostenloses Trinkwasser und Schutz vor Hitze bei der Arbeit, Zugang zu sanitären Einrichtungen für Beschäftigte;
- Wahrung der Beschäftigteninteressen bei öffentlichen Aufträgen;
- Besondere Beachtung der Bedürfnisse von Frauen und von jungen Beschäftigten, Beschäftigten mit Migrationshintergrund, Personen mit Handicaps;
- Sicherheitskultur in den Eisenbahunternehmen.
All diese Themen sind auch für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Deutschland aktuell. Für die EVG war Kollege Matthias Pippert als Teil der ITF-Delegation bei der IAO-Konferenz in Genf dabei, wo die Empfehlungen erarbeitet wurden.
Die IAO wurde 1919 als Sonderorganisation des Völkerbundes gegründet und ist seit 1946 eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie spielt eine bedeutende Rolle dabei, weltweit Schutzrechte und Mindestnormen für die abhängig Beschäftigten zu propagieren und durchzusetzen. Die o. g. Forderungen wurden im Konsens mit den Arbeitgeber- und Regierungsvertreter:innen beschlossen, was ein großer Erfolg ist.
