„Spätestens seit meinen EVG-Gedenkstättenfahrten fühle ich mich als Eisenbahnerin verantwortlich, an diese Zeit zu erinnern, den fast vergessenen Opfern ein Andenken zu schaffen und die Eisenbahner:innen im Widerstand zu würdigen“, sagte Kollegin Doreen Hedt für den AK Geschichte/Frauengeschichte in der Begrüßung.
In dem kurzen Abriss über ihr Leben, unterfüttert von allerhand Originalquellen, wurde klar, dass Frieda Jahn nicht nur wichtig für den Widerstand der Eisenbahner:innen war, sondern auch, dass das NS-Regime sie aufgrund der eigenen Geschlechtervorstellungen stets unterschätzte.
Dies zog sich auch lange durch die Geschichtsschreibung: Vielfach wurden Widerständlerinnen auf ihre Rolle als Ehefrauen reduziert und nur wenig über sie publiziert.
Dieses Problem möchte der AK Geschichte der BuFL mit weiteren Vorträgen und Artikeln angehen. Daher traf der Wunsch der Teilnehmenden, bitte mehr von solchen Formaten anzubieten, natürlich auf offene Ohren. Weitere Kurzvorträge sind in Vorbereitung.
„Wir werden da am Ball bleiben. Natürlich auch, weil es gerade erschreckende historische Parallelen gibt und wir entsprechende Lehren aus der Geschichte ziehen müssen, um unsere Demokratie zu verteidigen“, so Erika Albers (Sprecherin EVG-Geschichte) für den Arbeitskreis der Bundesfrauenleitung abschließend.
