„Viel zu lange hat sich der Bund bei der Schiene aus der Verantwortung gestohlen. Die Folge: Eine marode und unzuverlässige Bahninfrastruktur, unter deren Auswirkungen Unternehmen, Fahrgäste und Beschäftigte regelmäßig zu leiden haben.
Mit dem neuen Infraplan macht der Bund nun einen Schritt in die richtige Richtung und stellt wichtige Anforderungen für ein leistungsfähiges und zukunftsfestes Schienennetz auf. Wer deshalb jetzt die Sektkorken knallen lassen will, dürfte allerdings enttäuscht werden: Bei der Finanzierung stehen die Signale weiterhin auf Halt.
Denn politische Ziele sind nur dann etwas wert, wenn sie auch finanziell hinterlegt werden. Die Schiene braucht eine auskömmliche, überjährige Finanzierung, die Planungssicherheit schafft – sowohl für die Instandhaltung als auch für den Neu- und Ausbau. Erst wenn der Bund diese weiteren Schritte mit der neuen Leistungsvereinbarung InfraGO und einem Eisenbahninfrastrukturfonds geht, kann aus einem guten Plan auch ein echter Durchbruch für die Zukunft der Schiene werden.“
EVG-Chef Burkert zum Infraplan: „Zu früh, um Sektkorken knallen zu lassen“
Zum heute erstmalig vorgestellten Infraplan erklärt der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Martin Burkert: