„Frauen verdienen gute Arbeitsbedingungen und gleiche Löhne. Gleiche Arbeit, egal welches Geschlecht, muss gleich entlohnt werden. Wer Fachkräfte braucht, wird daran nicht vorbeikommen. Dafür kämpfen wir auch in unseren Tarifverhandlungen“, so Cosima Ingenschay, stellvertretende EVG-Vorsitzende.
„Umso mehr, da Frauen in Deutschland statistisch gesehen zusätzlich noch mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt, bei der Pflege und im Familienalltag übernehmen“, ergänzt die Vorsitzende der EVG-Bundesfrauenleitung, Nadja Houy.
„In unserem Organisationsgebiet haben Tarifverträge und eine gute betriebliche Interessenvertretung deutliche Auswirkungen“, so Ingenschay. So sprechen tagesaktuelle Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung von „nur“ 4 % Lohndifferenz im Personen- und Güterverkehr. Europaweit liegt die Lohnlücke zuungunsten der Frauen bei durchschnittlich 13 %, womit Deutschland zu den Schlusslichtern gehört.
„Bei der anstehenden Überarbeitung des Entgelttransparenzgesetzes werden wir uns deswegen dafür einsetzen, dass dieses Gesetz nicht weiter ein zahnloser Tiger bleibt“, so Houy.
Als Vorbild kann man hierbei Luxemburg nehmen, die die Lohngleichheit bereits erreicht haben. Unser Nachbarland hat es geschafft seit 2007 den Lohnunterschied von 10 % auf null zu senken.
Weitere Informationen zum Equal Pay Day: https://www.equalpayday.de/
