Warnstreik bei der Gleisbaumechanik Brandenburg/H. GmbH

In den Tarifverhandlungen mit der Gleisbaumechanik Brandenburg/H. GmbH hat der Arbeitgeber nach vier Verhandlungsrunden noch immer kein akzeptables Gesamtangebot vorgelegt. Die EVG ruft daher am Mittwoch, 29. April 2026, von 12 bis 15 Uhr einem ersten Warnstreik auf.

„Es muss jetzt endlich Bewegung in die Tarifverhandlungen kommen. Die Forderungen der Beschäftigten sind nicht überzogen, sondern mehr als berechtigt. Die Kolleginnen und Kollegen leisten einen harten und wichtigen Job. Dafür verdienen sie Respekt und eine ordentliche Vergütung. Mit dem Warnstreik setzen wir ein deutliches Zeichen.“ EVG-Sprecher

Hintergrund zu den Tarifverhandlungen
Die EVG fordert für die Beschäftigten bei der Gleisbaumechanik Brandenburg/H. GmbH eine Erhöhung der Monatstabellenentgelte um 250 Euro und eine Vereinbarung zum individuellen EVG-Wahlmodell, in dem die Beschäftigten zwischen einer Erhöhung der Vergütung um 1,3 Prozent, einer Arbeitszeitverkürzung oder drei zusätzlichen Urlaubstagen wählen können. Zudem sollen Zulagen moderat angehoben werden und die Vergütung für Azubis um 125 Euro erhöht werden.

Zum Unternehmen
Das Unternehmen Gleisbaumechanik Brandenburg (GBM) hat sich auf den Bau, die Revision und die Reparatur von Schienenfahrzeugen spezialisiert, die bei der Sanierung, aber auch beim Neubau von Schienenstrecken eingesetzt werden. Das Einsatzspektrum reicht dabei vom Einbringen des Schotters, dem Verlegen der Schienen bis hin zum Oberleitungsbau. Die Beschäftigte kommen aus verschiedenen Handwerkerberufen, dazu zählen unter anderem Schlosser, Elektriker und Mechatroniker, aber auch Lager- und Servicemitarbeiter. 

Seit Ende Oktober 2025 werden Tarifverhandlungen geführt. Die bislang insgesamt vier Verhandlungsrunden sind konstruktiv, aber ohne greifbares Ergebnis verlaufen. Mit einem kurzen Warnstreik wollen die Mitglieder der EVG deshalb ein erstes Zeichen setzen, das nun Ergebnisse erwartet werde.

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