Warnstreik bei der Alstom Lokomotiven Service GmbH

In den Tarifverhandlungen mit Alstom Lokomotiven Service GmbH hat der Arbeitgeber nach mehreren Verhandlungsrunden noch immer kein akzeptables Gesamtangebot vorgelegt.

Nächtliche Aufnahme eines Metallzauns vor einem Industriegebäude mit beleuchteten Fenstern. Am Zaun hängen drei Schilder: links ein Alstom-Schild mit der Aufschrift „150 JAHRE ALSTOM LOKOMOTIVEN SERVICE STENDAL“, „Green Rail Traction Centre“ und „ALSTOM“ sowie mehreren Zugbildern; in der Mitte ein Schild mit „WarnSTREIK!“, „Wir kämpfen gemeinsam für FAIRE LÖHNE!“ und dem EVG-Logo; rechts ein rotes Schild mit der Aufschrift „Heute ist kein Arbeitstag. Heute ist STREIKTAG!“. Im Hintergrund sind überdachte Fahrradständer und weitere Betriebsgebäude sichtbar.

Die EVG ruft zu einem 25-stündigen Warnstreik ab Montag, 28. September, 5 Uhr auf. „Die Kolleginnen und Kollegen bei Alstom leisten harte und wichtige Arbeit. Wir erwarten, dass der Arbeitgeber jetzt endlich mit einem ernsthaften Angebot auf uns zukommt. Der Warnstreik zeigt, dass die Beschäftigten fest entschlossen sind.“

Hintergrund zu den Tarifverhandlungen:
Hauptforderung ist die Angleichung der Entgelte mit denen der Kolleginnen und Kollegen anderer Alstom-Standorte. Aktuell verdient ein Mitarbeiter im Werk in Stedal bis zu 500 Euro brutto weniger als vergleichbare Kolleginnen und Kollegen an anderen Standorten. Die EVG will in einem neuen Tarifvertrag die bestehende Entgeltlücke der ALS-Beschäftigten gegenüber vergleichbaren Alstom-Beschäftigten schließen. In drei Verhandlungsrunden wurden von der Geschäftsführung zwei Angebote vorgelegt, die nicht annähernd auf die geforderten Tarif-Bedingungen eingingen. Deshalb soll jetzt mit einem Arbeitskampf Druck für ein verhandlungsfähiges Ergebnis aufgebaut werden. 

Die Alstom GmbH ist für den französischen Mutterkonzern ein strategisch wichtiger Bahn-Dienstleister in Deutschland. Stammsitz ist Stendal/Sachsen-Anhalt. Das Eisenbahnwerk dort geht auf 1873 zurück. Alstom bezeichnet den Standort deshalb selbst als Traditionsstandort mit mehr als 150 Jahren Bahntechnikgeschichte.

Seit seiner Gründung 2002 bietet das Unternehmen mit seinen aktuell rund 280 Angestellten (Werk Stendal) eine große Palette an Instandhaltungsservice an. Dazu gehören u.a., die (Unfall-) Reparatur, Modernisierung, Vermietung und Verkauf von Lokomotiven, Komponentenservice mit Schwerpunkt Rangierlokomotiven und Diesellokomotiven. Weitere Service-Standorte betreibt Alstom in Chemnitz/Sachsen und in Waibstadt/Baden-Württemberg. 

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