Eingebracht wurden sie vom EVG-Vorsitzenden Martin Burkert, dem EVG-Landesverbandsvorsitzenden Marcel Labonte, dem EVG-Geschäftsstellenleiter Lars Kreer und mobifair-Abteilungsleiter Christian Gebhardt.
Die Situation bei den wichtigen Cargo-Töchtern DB Intermodal Services und TFG Transfracht beschäftigt derzeit viele Kolleg:innen in Rheinland-Pfalz, wo die Unternehmen ihren Sitz haben. Trotz profitabler Ergebnisse drohen im Rahmen der Transformationsstrategie des Mutterunternehmens DB Cargo der Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung und der Abbau von Arbeitsplätzen. Marcel Labonte, Martin Burkert und Lars Kreer machten deutlich, dass die EVG den drohenden Verkauf klar ablehnt.
Schwerpunkt des Gesprächs mit dem Minister war jedoch die Sicherheit in den Zügen. Sechs Monate nachdem unser Kollege Serkan Çalar in einem Regionalexpress nahe Landstuhl angegriffen und tödlich verletzt wurde, sind aus Sicht der EVG noch immer zu wenige Konsequenzen gezogen worden.
Minister Schwickert machte deutlich, dass er den Ernst der Lage versteht. Den Worten müssen nun aber auch Taten folgen. Dass sich Schwickert ebenso wie EVG und mobifair für ein Lichtbild auf dem Deutschlandticket einsetzen will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das kann ein Puzzleteil für mehr Sicherheit sein – ebenso wie der Aufbau einer landesweiten Sicherheitsdatenbank.
Diese ist Teil der Vorgaben des Landesnahverkehrsplans, der nun nach und nach umgesetzt wird. Die Sicherheitsdatenbank soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Die vorausgegangene Ausschreibung ist mittlerweile abgeschlossen. Damit wird eine langjährige Forderung von EVG und mobifair umgesetzt.
Für die EVG ist allerdings klar: Auch das wird nicht reichen. Martin Burkert erklärt: „Minister Schwickert hat deutlich gemacht, dass er den Ernst der Lage versteht. Jetzt müssen den Erkenntnissen aber auch Taten folgen. Dass Schwickert sich ebenso wie wir für ein Lichtbild auf dem Deutschlandticket einsetzen will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das kann ein Puzzleteil für mehr Sicherheit sein. Aber es wird nicht reichen. Wir erwarten vom neuen Minister, dass er Sicherheit zur Chefsache macht. Die Verhandlungen zum anstehenden Doppelhaushalt sind die Chance, endlich für eine Doppelbesetzung im Regionalverkehr zu sorgen. Dann müssten Zugbegleiter:innen ihren gefährlichen Dienst nicht mehr allein im Zug leisten. Sicherheit kostet Geld – aber Sicherheit darf niemals verhandelbar sein.“
Verkehrspolitischer Austausch in Mainz: EVG fordert mehr Sicherheit im Regionalverkehr
Ein guter und konstruktiver Austausch hat in dieser Woche mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Achim Schwickert stattgefunden. Neben dem ersten Kennenlernen – der Minister ist seit Mai 2026 neu im Amt – standen zahlreiche aktuelle Themen auf der Tagesordnung.
