Klar ist: Diese Kampagne kommt nicht zufällig - sie ist das Ergebnis unserer Hartnäckigkeit. Seit Jahren machen wir auf die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte aufmerksam und fordern konkrete Maßnahmen. Dass nun mehr Bodycams eingesetzt, zusätzliche Sicherheitskräfte eingestellt, Notfallknöpfe eingeführt und Deeskalationstrainings angeboten werden, ist auch ein Erfolg unserer kontinuierlichen Arbeit und unseres politischen Drucks. Erste Schritte sind getan - sie gehen in die richtige Richtung.
Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert betont jedoch, dass das nicht reicht: „Der Trend zu einem Anstieg von Gewaltdelikten gegenüber Mitarbeitenden der Bahn muss gestoppt werden. Mehr Bodycams und Videoüberwachung sind gut. Das Ziel muss aber eine Doppelbesetzung in den Zügen sein.“ Die EVG hält daran fest, dass bei neuen Aufträgen im Schienenpersonennahverkehr in der Regel zwei Zugbegleiter eingesetzt werden müssen.
„Das kostet Geld, aber Sicherheit ist unverhandelbar,“ stellt er klar. Nach seinen Angaben würden dafür rund 3.000 zusätzliche Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter benötigt. Dass die Verkehrsministerkonferenz einer generellen Doppelbesetzung zuletzt eine Absage erteilt hat, kritisieret Burkert scharf. „Damit kapitulieren die Verantwortlichen vor der eskalierenden Gewalt. Was muss denn noch passieren?“
„Das kostet Geld, aber Sicherheit ist unverhandelbar.“ Martin Burkert, EVG-Vorsitzender
Für uns ist klar: Respektkampagnen können sensibilisieren - echte Sicherheit entsteht nur mit ausreichend Personal. Die Doppelbesetzung bleibt deshalb unsere zentrale Forderung. Wir bleiben dran.
Merhr zum Thema Sicherheit
