Die EVG kommt am 8. Juni mit Peter Panitz, dem Geschäftsführer der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), zusammen. Bei dem Treffen wollen der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch und die EVG-Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt, Janina Pfeiffer, die Themen Sicherheit und aktuelle Ausschreibungen in den Mittelpunkt rücken. Im Fokus steht dabei das neu gestartete Vergabeverfahren für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz II (MDSB II).
In den letzten Monaten hatte sich die EVG nach dem Tod von Serkan Calar lautstark für Verbesserungen bei der Vergabepraxis eingesetzt und alle Verbünde, so auch die NASA, mit Forderungen angeschrieben.
Aus Sicht der EVG gibt es dabei wichtige Ansatzpunkte für mehr Sicherheit im Nahverkehr: In der neuen Ausschreibung sollen erstmals Bodycams verpflichtend bereitgestellt werden. Die Kameras sollen den Kundenbetreuerinnen und -betreuern im Zug freiwillig zur Verfügung stehen, verbunden mit einer entsprechenden Schulung. Die EVG sieht darin einen überfälligen Schritt, um Beschäftigte besser vor Übergriffen zu schützen.
Auch beim Einsatz von Sicherheitspersonal sind Verbesserungen vorgesehen. Künftig ist ein deutlich höheres Stundenkontingent für Sicherheitskräfte in Doppelstreifen geplant. Damit würde die sichtbare Präsenz in Zügen erheblich ausgeweitet – ein zentraler Baustein für mehr Sicherheit im Alltag.
Die EVG will das Treffen nutzen, um sich dafür einzusetzen, dass diese Ansätze konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden. Ziel bleibt, den Schutz von Beschäftigten und Fahrgästen nachhaltig zu stärken.
