Für die EVG nahmen Betriebsgruppenvorsitzender Andreas Karpinski, Vorstandsmitglied Marco Herrmann sowie Geschäftsstellenleiterin Yvonne Eisenhuth teil. Auf Arbeitgeberseite standen die Sicherheitsexperten Andreas Galle (Start) und Monique Schrickel (DB Regio) als Gesprächspartner zur Verfügung.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Entwicklung von Übergriffen in den vergangenen Jahren, bereits umgesetzte Sicherheitsmaßnahmen, die Betreuung von Beschäftigten nach Vorfällen sowie Angebote zur Deeskalation und Konfliktbewältigung. Dabei wurde deutlich, dass Sicherheit für alle Beteiligten einen hohen Stellenwert hat und kontinuierlich weiterentwickelt werden muss.
Ein wichtiger Bestandteil des Gesprächs war die Vorstellung des sogenannten Prio-Rufs (Alarmknopfs). Dieses interne Sicherheitsinstrument ermöglicht es Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, in Bedrohungs- oder Gefahrensituationen per Knopfdruck einen stillen Alarm auszulösen. Die zuständige Leitstelle wird dadurch unmittelbar informiert und kann unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen einleiten, so die Alarmierung der Bundespolizei sowie – sofern erforderlich – auch die Anforderung von Rettungskräften. Gleichzeitig werden im Zug befindliche Sicherheitskräfte informiert und können rasch Unterstützung leisten. Der Prio-Ruf stellt damit einen wichtigen Baustein zur Erhöhung der Sicherheit und zur schnellen Unterstützung von Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in kritischen Situationen dar.
Darüber hinaus wurde die Einführung der Bodycam vorgestellt. Alle Beschäftigten erhalten hierzu zunächst eine verpflichtende Schulung. Ob die Bodycam anschließend im Dienst getragen wird, entscheidet jede Kollegin und jeder Kollege selbst. Die EVG-Betriebsgruppe empfiehlt, die Bodycam nach der Schulung über mehrere Monate im Arbeitsalltag zu testen und sich anschließend ein eigenes Bild von ihrem Nutzen zu machen.
Der Austausch verlief offen, konstruktiv und lösungsorientiert. Ein zentrales Ergebnis war der gemeinsame Appell, jeden Übergriff, jede Beleidigung, jede Bedrohung und jeden sicherheitsrelevanten Vorfall konsequent zu melden. Nur durch die Dokumentation aller Vorfälle können Gefährdungsschwerpunkte erkannt und Sicherheitsmaßnahmen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich benötigt werden.
Der Arbeitgeber bietet darüber hinaus regelmäßig Austauschrunden zum Thema Sicherheit an. Die EVG begrüßt dieses Angebot ausdrücklich und empfiehlt allen Kolleginnen und Kollegen, daran teilzunehmen. Die jeweiligen Termine und Teilnahmeinformationen werden über die betrieblichen Informationswege bekanntgegeben. Die Austauschrunden bieten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen, Hinweise aus der Praxis zu geben und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.
Die EVG bedankt sich bei allen Beteiligten für das offene und vertrauensvolle Gespräch. Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe und lebt vom kontinuierlichen Dialog zwischen Beschäftigten, Arbeitgeber und Interessenvertretung.
Im Anschluss an den Termin informierte die Betriebsgruppe gemeinsam mit dem Fonds soziale Sicherung die Kolleginnen und Kollegen am Bahnsteig über den bevorstehenden Betriebsübergang. In Gesprächen konnten Fragen beantwortet, Informationen weitergegeben und als kleine Aufmerksamkeit Goodiebags verteilt werden.
Für die EVG ist klar: Sicherheit endet nicht mit einem Gespräch. Wir werden das Thema weiterhin aktiv begleiten und uns dafür einsetzen, dass alle Kolleginnen und Kollegen ihren Dienst sicher leisten und gesund nach Hause kommen.
Deshalb unser Appell: Meldet jeden Übergriff, jede Beleidigung und jede Bedrohung. Jede einzelne Meldung trägt dazu bei, Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln und Maßnahmen dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Sicherheit nicht nur ein Ziel bleibt, sondern gelebte Realität im Arbeitsalltag ist.
Sicherheit im Fokus: EVG-Betriebsgruppe Start im Austausch mit dem Arbeitgeber
Auf Initiative des Vorstands der EVG-Betriebsgruppe Start Mitteldeutschland fand ein gemeinsames Gespräch mit dem Arbeitgeber zum Thema Sicherheit statt. Ziel des Austauschs war es, die Erfahrungen der Beschäftigten einzubringen, aktuelle Herausforderungen offen anzusprechen und gemeinsam Lösungen für einen noch sichereren Arbeitsalltag zu entwickeln.



