Sicherheit geht uns alle an! – Sicherheitsaktionstag auf dem Magdeburger HBF

Es ist ein beunruhigender Trend in unserer Gesellschaft: Menschen, die für das Gemeinwohl arbeiten, werden immer öfter grundlos beleidigt oder gar angegriffen. Eisenbahner:innen und Busfahrer:innen kennen das zur Genüge.

In einer Bahnhofshalle stehen mehrere Personen an einem kleinen Informationsstand. Zwei Personen beugen sich über Klemmbretter und füllen Formulare mit Stiften aus. Auf dem Tisch liegen weitere Formulare, Flyer und ein Becher. Hinter dem Stand stehen weitere Personen; mehrere Gesichter sind verpixelt. Im Hintergrund sind Bahnhofselemente wie Wände, Durchgänge und Beschilderung sichtbar. Unten rechts ist der Schriftzug „MAGDEBURG“ eingeblendet.

Die EVG-Sicherheitsumfrage zeigt: Das Sicherheitsempfinden hat sich weiter verschlechtert. Zwei Drittel aller Befragten fühlt sich immer unsicherer im Job. Die Hälfte hat einen körperlichen Übergriff erlebt. Bei verbalen Angriffen sind es sogar 85 Prozent.

Wir wehren uns gegen die zunehmende Aggressivität mit unserer EVG-Kampagne „Sicher unterwegs“ und mit der Beteiligung an der DGB-Kampagne „Hier arbeitet ein Mensch“. Wir haben auf diesem Weg bereits viel erreicht – aber es gibt immer noch viel zu tun.

Vor diesem Hintergrund lud die EVG-Geschäftsstelle Magdeburg am 9. April zu einem Sicherheitsaktionstag am Hauptbahnhof Magdeburg ein. Ziel war es, mit Kolleg:innen und Reisenden ins Gespräch zu kommen und für mehr Sicherheit im Arbeitsalltag zu sensibilisieren.

Verteilt wurden Informationen zu den EVG-Aktivitäten für mehr Sicherheit sowie Flyer der DGB-Kampagne und zur Beteiligung an der EVG-Petition. Auch wenn es Reisende auf Bahnhöfen meist eilig haben, an unserem Infostand blieben sie stehen, nahmen sich Zeit für Gespräche und berichteten von eigenen Erlebnissen und unterstützten die Petition mit ihrer Unterschrift.


Im Zentrum unserer Petition stehen klare Forderungen an Bund und Länder:

  • Mehr Personal in Zügen und an Bahnhöfen – keine Alleinarbeit im Kundenkontakt
  • Mehr qualifiziertes Sicherheitspersonal
  • Bodycams mit Tonaufzeichnung für alle Beschäftigten mit Kundenkontakt
  • Ein einheitliches, fälschungssicheres Deutschlandticket und aller Fahrkarten, um konfliktanfällige Ausweiskontrollen zu vermeiden
  • Besserer Schutz für Busfahrer:innen durch verpflichtende Videoüberwachung und geschlossene Fahrerkabinen
  • Mehr Kapazitäten im Regionalverkehr
  • Mehr Personal bei den Polizeibehörden, konsequentere Strafverfolgung und spürbar härtere Strafen

Über drei Stunden hinweg herrschte reger Betrieb am Infostand. Viele Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen von DB Services, über DB Sicherheit bis zur Zugchefin nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Unterstützung der Petition.

Auch das regionale Medieninteresse war groß: Der MDR Sachsen-Anhalt war vor Ort und berichtete am Abend im Ländermagazin über den EVG-Sicherheitsaktionstag. Aktuell zählt die Petition rund 15.000 Unterstützer:innen. Eine Unterzeichnung ist noch bis zum 15. Mai 2026 möglich.

Klar ist: Sicherheit ist keine Verhandlungssache.
Deshalb gilt: beteiligen, unterschreiben und ein Zeichen setzen für mehr Schutz und Respekt im öffentlichen Verkehr. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Unterzeichnung findest Du unter diesem Link.
 

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