Seniorengruppe Ostsachsen zieht Bilanz und wählt neue Leitung

Die Seniorinnen und Senioren der Seniorengruppe Ostsachsen haben eine neue Ortsseniorenleitung (OSL) gewählt, Bilanz über die vergangenen fünf Jahre gezogen und engagiert über aktuelle Themen der Gesundheits- und Sozialpolitik diskutiert.

Sieben Personen stehen in zwei Reihen vor einem EVG-Roll-up-Banner. Auf dem Banner sind das EVG-Logo, die Internetadresse „www.evg-online.org“ und der Text „Wir leben Gemeinschaft“ sichtbar. An der Wand rechts neben dem Banner hängt ein gerahmtes Bild.

neue OSL v.l.n.r. Monika Galonska, Sabine Huth, Steffen Bosecker, Ute Kochte, Gudrun Czeyka, Joachim Bonitz, Ursula Müller

„Unsere Seniorenbetreuung endet nicht beim Geburtstagsbesuch oder der traditionellen Weihnachtsfeier“, betonte der scheidende OSL-Vorsitzende Joachim Bonitz in seinem Geschäftsbericht. Vielmehr umfasst die Arbeit der Seniorengruppe ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit jährlich mehr als 80 Veranstaltungen in den 20 aktiven Seniorenkreisen.

Zum Angebot gehören unter anderem Seminare zu den Themen „Digitaler Alltag“, Schutz vor Cyberkriminalität, digitale Vorsorgevollmachten, elektronische Patientenakte, DB MobiDig, digitale ÖPNV-Tickets, Online-Shopping und Online-Banking. Ergänzt wird das Programm durch Fitnesstage im Freizeitzentrum Hains, Exkursionen und Wanderungen, Verkehrsteilnehmerschulungen im Frühjahr und Herbst, Seminare zur Grenzpartnerschaft mit dem Seniorenclub Ústí sowie einen monatlichen Seniorenstammtisch.

Unter dem Motto „Gesund und fit ins Alter“ setzen immer mehr EVG-Seniorinnen und Senioren im Großraum Dresden auf geistige und körperliche Fitness, soziale Kontakte und gemeinschaftliche Aktivitäten. Künftig sollen verstärkt auch jüngere Seniorinnen und Senioren für die Angebote gewonnen werden. Dabei setzt die neu gewählte OSL auch auf eine engere Zusammenarbeit mit den Betriebsgruppen.

Mit dem DGB Sachsen und dem Bildungsträger ARBEIT UND LEBEN Sachsen verfügen die sächsischen Seniorinnen und Senioren über starke Partner, um ihre sozial- und gesellschaftspolitischen Interessen zu vertreten.

Auf der Delegiertenversammlung wurden vier Anträge beraten und mehrheitlich beschlossen:

  1. Aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken – Sachsen braucht ein Seniorenmitwirkungsgesetz.
  2. Reform der gesetzlichen Krankenversicherung – Gesundheit darf nicht zum Geschäftsmodell für Finanzinvestoren werden, sondern muss Teil der staatlichen Daseinsvorsorge bleiben.
  3. Einführung eines Seniorentickets für den ÖPNV ab dem 65. Lebensjahr nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommerns.
  4. Erhalt des Sozialstaats und Garantie einer verlässlichen gesetzlichen Rente für alle Erwerbstätigen.


Die Delegiertenversammlung hatte zuvor beschlossen, die neue Ortsseniorenleitung mit sieben Mitgliedern zu besetzen. Gewählt wurden fünf Frauen und zwei Männer. Damit erfüllt die Zusammensetzung die EVG-Quotenregelung für Organwahlen.

Zum neuen Vorsitzenden der Ortsseniorenleitung Ostsachsen wurde Steffen Bosecker gewählt.

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