Für die EVG ist klar, dass sich die Deutsche Bahn Wettbewerb stellen muss. Aber wenn Wettbewerb nur auf den lukrativen Hauptstrecken stattfindet, wird der Fernverkehr in der Fläche unwiederbringlich eingerissen.
Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert sagt dazu: „Die Quittung zahlen die Bahnkunden, die abseits der Metropolen leben, und Tausende Beschäftigte bei der Deutschen Bahn, von denen nur ein Bruchteil bei einem neuen Anbieter unterkommen würde.“
„Die Ministerpräsidenten haben verstanden, was für ein gesellschaftlicher Sprengstoff in diesem Vorgehen steckt.“
Verkehrsminister Schnieder sei den wilden Versprechungen der Wettbewerbslobby erlegen, so Burkert weiter: „Diese weitreichende Entscheidung für den deutschen Fernverkehrsmarkt allein einer Behörde zu überlassen, ist falsch. Er ist verantwortlich, wenn künftig Städte nicht mehr an den Fernverkehr angebunden sein werden. Patrick Schnieder ist endgültig zum Risikofaktor für die Schiene geworden. Bundestag und Länder haben jetzt noch die Chance, das zu tun, wozu Schnieder die Kraft gefehlt hat: mit Paketlösungen bei der Trassenvergabe mehr Wettbewerb ermöglichen, ohne Regionen abzuhängen. Die Ministerpräsidenten haben verstanden, was für ein gesellschaftlicher Sprengstoff in diesem Vorgehen steckt. Es braucht jetzt ein parteiübergreifendes Bündnis, das diesen Fehler korrigiert, damit Deutschland nicht den Anschluss verliert.“




