Schluss mit dem Sparwahn – mehr Investitionen

Mit deutlichen Worten macht die Berliner EVG zum 1. Mai auf die verfehlte Investitionspolitik der Bundesregierung und die fehlenden Mittel für den Schienenverkehr aufmerksam. „Mobilität ist Daseinsvorsorge, Mobilität schafft Sicherheit, Mobilität sichert Arbeitsplätze und Mobilität ist gelebte Demokratie“, erklärt Landeschef Michael Bartl. Genau das will die EVG am Tag der Arbeit in den Mittelpunkt ihrer Aktionen stellen.

Die Gewerkschaft verweist dabei auf den Ausschreibungswettbewerb und die Sparpolitik bei der Berliner S-Bahn. Gewachsene funktionierende Strukturen werden zerschlagen, die Unsicherheit für die Beschäftigten steigt und ein enormer Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen wächst. Statt den Verkehr zu verbessern, soll der Betrieb in Teilnetze zerlegt werden. 

„Mobilität ist Daseinsvorsorge, Mobilität schafft Sicherheit, Mobilität sichert Arbeitsplätze und Mobilität ist gelebte Demokratie“, erklärt Landeschef Michael Bartl. 

Der scheinbare Wettbewerb produziert nur Profite für wenige. Risiken gibt es stattdessen für Qualität, Verlässlichkeit und gute Arbeit. „Im gesamten Schienenpersonenverkehr sind Folgen falschen Wettbewerbs und fehlender Investitionen zu erleben. Zu wenig Personal, marode Infrastruktur, Verspätungen und steigende Belastungen im Arbeitsalltag“, warnt Robert Seifert, stellvertretender Vorsitzender der EVG Berlin. Nur durch unsere Kolleginnen und Kollegen ist es möglich, den Betrieb am Laufen zu halten. Und obendrein soll dann noch massiv Personal abgebaut werden.

„Im gesamten Schienenpersonenverkehr sind Folgen falschen Wettbewerbs und fehlender Investitionen zu erleben. Zu wenig Personal, marode Infrastruktur, Verspätungen und steigende Belastungen im Arbeitsalltag.“ Robert Seifert, stellvertretender Vorsitzender der EVG Berlin.

Teile der Politik behaupten zudem, es fehle das Geld für die Schiene. Blickt man jedoch in aktuelle Berichte zur Mittelverwendung aus dem Infrastrukturfonds zeigt sich, dass viele Milliarden bei der Bahn gar nicht zusätzlich ankommen. Die Gelder werden schlichtweg zweckentfremdet, statt konsequent in Gleise, Bahnhöfe und Personal zu fließen. Das ist keine Verkehrswende, sondern Verwaltung des Mangels. Der EVG-Landeschef betont: „Damit muss Schluss sein. Die Prioritäten müssen neu gesetzt werden. Eine funktionierende Gesellschaft braucht Investitionen in öffentliche Infrastruktur, in gute Arbeit und soziale Sicherheit.“

Die traditionelle Demonstration zum 1. Mai startet auch in diesem Jahr am Strausberger Platz. Los geht es um 11:30 Uhr. Um 12:00 Uhr ist dann die Kundgebung vor dem Roten Rathaus geplant. Dort sprechen Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg und Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU. Anschließend gibt es das Maifest mit Angeboten für die ganze Familie. 

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