Nachdem sie von der vorherigen Aktion der Sicherungskräfte in Saarbrücken erfahren hatten, war für die Fahrwegpfleger schnell klar: Auch wir wollen unseren Beitrag leisten und Solidarität zeigen. Mit dem Banner „Saarbrücken braucht Fernverkehr“ machten sie deutlich, dass die Zukunft der Schiene die gesamte Eisenbahnfamilie betrifft.
Ob Fahrwegpflege, Sicherungsleistungen oder andere Tätigkeiten rund um die Eisenbahn: Eine funktionierende Schiene gibt es nur, wenn alle Bereiche zusammenspielen. Deshalb ist es wichtig, dass die Beschäftigten gemeinsam für eine starke und verlässliche Infrastruktur eintreten.
Der geplante Einstieg privater Anbieter in den Schienenfernverkehr darf nicht dazu führen, dass sich einzelne Unternehmen nur die wirtschaftlich attraktivsten Verbindungen herausgreifen. Regionen und Städte dürfen nicht abgehängt werden, nur weil bestimmte Verbindungen weniger profitabel sind.
„Was heute die Kolleginnen und Kollegen der Fahrwegpflege in Saarbrücken zeigen, ist gelebte Solidarität. Unsere Kolleginnen und Kollegen wissen: Wenn einzelne Teile des Netzes unter Druck geraten, betrifft das am Ende die gesamte Eisenbahn. Wir brauchen einen Fernverkehr, der die Menschen und Regionen verbindet – und keine Politik, bei der nur die profitabelsten Strecken zählen.“ EVG-Landesverbandsvorsitzender Manuel Amberger
Die Aktion in Saarbrücken zeigt einmal mehr: Die Beschäftigten stehen zusammen. Die Forderung nach einem starken, flächendeckenden Fernverkehr ist keine Frage einzelner Berufsgruppen oder Standorte. Sie betrifft die gesamte Schienenbranche und Millionen von Fahrgästen.
Schiene öffnen – ja. Städte und Regionen abhängen – nein!
Die EVG wird ihren Protest weiterführen und für faire Wettbewerbsbedingungen, gute Arbeitsplätze und einen starken Fernverkehr für das gesamte Netz eintreten. Gemeinsam sind wir stärker. Gemeinsam kämpfen wir für die Schiene!
