Pilotprojekt zur Doppelbesetzung bei DB Regio Mitte gestartet

DB Regio Mitte hat am Montag ein Pilotprojekt zur Doppelbesetzung gestartet. In den Verkehrsnetzen der Regionen Rhein-Neckar-Pfalz (RNP) und Rhein-Mosel-Saar (RMS) soll damit der Forderung vieler Kolleginnen und Kollegen nach einer Doppelbesetzung Rechnung getragen werden.

Roter Regionalzug mit grauer Front und sichtbarem DB‑Logo steht auf mehreren Gleisen in einem Bahnhofs- oder Abstellbereich; im Vordergrund verläuft ein Gleis, im Hintergrund sind weitere Gleise, Oberleitungen, Masten, Signale und Bahnanlagen zu sehen, umgeben von Bäumen und leicht hügeliger Landschaft unter hellem Himmel.

Vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche mit den Aufgabenträgern, den zuständigen Verkehrsministern sowie den Betriebsräten. Ziel war es, bestehende vertragliche Vereinbarungen so anzupassen, dass innerhalb der Pilotphase auf einzelnen Linien eine Doppelbesetzung möglich ist. Zusätzliches Personal wird dafür nicht eingestellt.

Im Bereich Rhein-Mosel-Saar werden Schichten auf einigen Zügen storniert, sodass auf anderen Zügen Kolleginnen und Kollegen in Doppelbesetzung unterwegs sein können. In der Region Rhein-Neckar-Pfalz werden neue Dienstschichten erarbeitet, um auch dort eine Doppelbesetzung zu ermöglichen.

In der Verkehrsregion Hessen wird in diesem Zusammenhang das Pilotprojekt „Tandemstreife“ bis Ende Juni 2026 verlängert. Dabei begleiten Sicherheitsmitarbeiterinnen und Sicherheitsmitarbeiter die Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer während ihrer Schichten.

Die EVG begrüßt die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, um mehr für die Sicherheit der Beschäftigten zu tun. Diesen ersten Schritten müssen jedoch weitere folgen. Pilotprojekte können eine Zielrichtung aufzeigen, der ein belastbares Gesamtkonzept folgen muss. Dieses wird die EVG im Sinne der Kolleginnen und Kollegen weiterhin einfordern.

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