Gemeinsam setzten sie ein sichtbares Zeichen der Solidarität und bekannten sich klar zu demokratischen Grundwerten, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Veranstaltung machte deutlich, dass ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft bereit ist, sich aktiv gegen rechtsextreme Tendenzen und demokratiefeindliche Entwicklungen zu stellen. Gerade Gewerkschaften kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu. Sie stehen traditionell für Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit und die Verteidigung von Arbeitnehmerrechten – Werte, die untrennbar mit einer offenen und demokratischen Gesellschaft verbunden sind.
Ein Blick in die Geschichte unterstreicht diese Verantwortung eindringlich: Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden freie Gewerkschaften zerschlagen, ihre Strukturen aufgelöst und viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter verfolgt, inhaftiert oder ermordet. Die Ereignisse rund um die Zerschlagung der Gewerkschaften im Jahr 1933 zeigen, wie zentral unabhängige Interessenvertretungen für eine funktionierende Demokratie sind – und wie schnell diese unter autoritären und extrem rechten Regimen beseitigt werden können.
Vor diesem historischen Hintergrund ist das Engagement der Gewerkschaften heute von besonderer Bedeutung. Die klare Positionierung gegen rechte Ideologien ist nicht nur Ausdruck aktueller politischer Haltung, sondern auch ein bewusster Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Verteidigung demokratischer Errungenschaften.
Die Vertreterinnen und Vertreter der EVG in Fulda machten daher unmissverständlich deutlich: Für Ausgrenzung, Hass und demokratiefeindliche Positionen ist in unserer Gesellschaft kein Platz. Stattdessen gilt es, weiterhin gemeinsam für Respekt, Solidarität und eine gerechte Arbeitswelt einzutreten.
