Wer aus beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, erhält selbstverständlich sein Präsent und die Urkunde, mit der Post oder persönlich vorbeigebracht.
Der neugewählte EVG Ortsverbandsvorsitzende Stephan Koße begrüßte die anwesenden Jubilare mit ihren Partnern und Partnerinnen auf das Herzlichste. Ebenso begrüßte er den Festredner Matthias Birkmann von der Geschäftsstelle Nürnberg, sowie Geschäftsstellenleiter Michael Eckel aus Würzburg und die anwesenden Mitglieder des Ortsvorstands.
Mathias Birkmann ging in seiner Jubiläumsfestrede auf die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der EVG in der heutigen schwierigen Zeit ein. Er dankte den Kolleginnen und Kollegen, die sich vor langer Zeit dafür entschieden haben Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu werden, sicher habt ihr schon viele Situationen erlebt, so Brinkmann, wo eure gewerkschaftliche Solidarität gebraucht wurde. Vielen Dank, dass ihr Teil unserer Gemeinschaft seid.
Auch 2026 haben wir bis heute 9.000 neue Mitglieder gewonnen, darauf dürfen wir stolz sein. Wir sind eine Gewerkschaft, die Haltung zeigt und Verantwortung übernimmt: Für Demokratie und Zusammenhalt, für zukunftsfähige, soziale und klimafreundliche Mobilität und natürlich für die Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen.
Auch müssen wir unseren Sozialstaat verteidigen. Wenn über längere Arbeitszeiten, schlechtere Renten, steigende Pflegekosten oder Einschnitte bei der Gesundheitsversorgung gesprochen wird, machen wir gemeinsam mit dem DGB klar: Unsere Rechte und unsere Soziale Sicherheit wurden hart erkämpft und wir werden sie nicht kampflos aufgeben.
Die Stärke der EVG zeigt sich auch in den Betrieben 85 Prozent der Stimmen hat die EVG im DB-Konzern bei den Betriebsratswahlen erhalten, wir sind die entscheidende gewerkschaftliche Kraft im DB-Konzern.
Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe gehören für unser Zugpersonal längst zum Arbeitsalltag, zwei Drittel unserer Zugbegleiter fühlen sich bei der Arbeit immer unsicherer, die Hälfte hat bereits schon einen körperlichen Übergriff erlebt, 85 Prozent berichten von verbaler Gewalt, ein Drittel denkt schon über einen Berufswechsel nach, so Matthias Birkmann.
Starke Gewerkschaftsarbeit zeigt sich besonders in den jetzigen unsicheren Zeiten. Neue Anbieter drängen auf den Schienenverkehrsmarkt, der Bund muss verhindern, dass Städte und ganze Regionen beim Fernverkehr den Anschluss verlieren. Die Bundesnetzagentur hat im Sommer eine Entscheidung getroffen, die den meisten Bahnkunden in Deutschland nicht mehr Wettbewerb gebracht, sondern sie vom Fernverkehr, hier auch Bamberg, ausgeschlossen hätte.
Dies wurde nun vom Verwaltungsgericht Köln gestoppt, das Vorhaben der Bundesnetzagentur durch Sonderreglungen, „Italo“ beim Markteintritt zu begünstigen, ist damit vorerst vom Tisch, politisch aber noch lange nicht.
Auch bei „DB Cargo“ bleibt die Lage ernst, die Güterbahn ist nach wie vor ein Krisenfall. Ziel der EVG ist ein funktionierendes Unternehmen mit eigener Kompetenz, eigenem Personal und einer Zukunft im integrierten Konzern.
Betriebsräte sind nicht dazu da, dem Arbeitgeber zu gefallen, so auch bei der DB-Fahrzeuginstandhaltung, so konnten einige Erfolge bereits verbucht werden und Standortschließungen verhindert werden. Mit einem „Glück auf“ beendete er seine Rede.
Stephan Koße danke dem Geschäftsstellenleiter von Nürnberg für seine Rede. Wolfgang Wuthe vom EVG Seniorenkreis Lichtenfels wurde vom Ortsverbandsvorsitzenden für seine langjährige Tätigkeit für die Gewerkschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. 13 Jubilare konnten von Mathias Birkmann, Michael Eckel und Stephan Koße für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt werden!
Ortsverband Bamberg-Lichtenfels: Jubilarehrung auf Schloss Schney
Am Samstag, den 24. Oktober, fand die Jubilarehrung des EVG-Ortsverbands Bamberg-Lichtenfels im Speiseraum der Frankenakademie Schloss Schney bei Lichtenfels statt. Von den insgesamt 53 Jubilaren konnten leider nur 13 teilnehmen.


