Burkert warnt davor, dass Wettbewerber vor allem lukrative Hauptstrecken bedienen könnten, während weniger rentable Verbindungen in der Fläche unter Druck geraten. Dies könne die Fernverkehrsanbindung vieler Städte gefährden und Auswirkungen auf Beschäftigte bei der Deutschen Bahn haben.
Daher schlägt unser Vorsitzender Paketlösungen bei der Trassenvergabe vor. Dabei würden profitable Strecken mit weniger stark nachgefragten, aber wichtigen Verbindungen gekoppelt. Ein solches Modell werde im Regionalverkehr bereits angewendet. Nach seiner Ansicht könnte so mehr Wettbewerb entstehen, ohne das bestehende Fernverkehrsnetz zu gefährden.
Außerdem kritisierte er die zurückhaltende Haltung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder in der Debatte:
„Mir scheint es leider so, dass die Politik sich einfach phlegmatisch an den Rand stellt und sich von Versprechen über günstige Tickets und leckeren Espresso im Zug einlullen lässt. Insbesondere die Egal-Haltung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) lässt mich einigermaßen fassungslos zurück. Wenn man in die Politik geht, muss man doch gestalten wollen. Und eine Entscheidung, die negative Auswirkungen auf Bahnkunden im ganzen Land haben würde, überlässt man dann der technischen Logik einer Behörde?“
