Mahnung an die Politik

Anlässlich des Tages der Arbeit haben die Berliner DGB-Gewerkschaften noch einmal den Finger in die sozialpolitische Wunde gelegt. Der DGB prangerte eine geringe Tarifbindung in der Region an. Sie liege in Berlin und Brandenburg mit rund 42 Prozent der Beschäftigten viel zu niedrig, sagte Katja Karger, DGB-Bezirkschefin.

Gruppenfoto mit elf Personen, die in zwei Reihen vor einem hellen Hintergrund stehen. Im Vordergrund stehen sechs Personen nebeneinander, im Hintergrund fünf weitere. Alle tragen überwiegend dunkle, formelle Kleidung wie Blazer, Jacken und Hemden; einzelne Kleidungsstücke sind hell oder farbig, darunter ein weißer Blazer, ein rotes Oberteil und ein grauer Schal. Mehrere Personen haben die Hände vor dem Körper gefaltet. Im oberen rechten Bereich des Hintergrunds sind das Logo „DGB“ sowie der Text „Deutscher Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg“ zu sehen. Der Hintergrund ist weiß mit dezenten geometrischen Farbflächen in Blau- und Rottönen.

1. Mai

Nur 16 Prozent der Betriebe zahlen in den beiden Bundesländern nach Tarif. Zugleich kritisierte sie die Politik für Debatten über Sozial-Kürzungen. Angriffe auf den Sozialstaat seien nur Ablenkungsmanöver von Ideenlosigkeit.

„Wir brauchen eine Doppelbesetzung in den Regionalzügen.“ Michael Bartl, Berlins EVG-Vorsitzender 

Berlins EVG-Vorsitzender Michael Bartl pochte auf mehr Sicherheit für die Beschäftigten am Arbeitsplatz, konkret im Öffentlichen Personennahverkehr. „Wir brauchen eine Doppelbesetzung in den Regionalzügen“, mahnte Bartl mit Blick auf die Attacken gegen Beschäftigte. Dies müsste in den Verkehrsverträgen festgeschrieben werden. 

Es dürfe kein „Spardiktat zulasten von Sicherheit geben“. Auch die Ausschreibung von Teilen der Berliner S-Bahn brachte er zur Sprache. Das „Debakel um diese Ausschreibung zeigt, welch handwerkliche Fehler hier gemacht werden, die nun Fahrgästen und Beschäftigten auf die Füße zu fallen drohen“, erklärte Bartl. Er forderte den Senat auf, die Konsequenzen zu ziehen.

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