Zudem spannte er den Bogen zu den aktuellen Herausforderungen regionaler Betriebe, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiekosten.
Im Anschluss hielt die Hauptrednerin Prof. Dr. Simone Claar eine sehr informative Ansprache. In ihrem Input beleuchtete sie den Zustand der Demokratie und betonte die Aufgabe von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, diese an jedem Ort – im Alltag, im Betrieb und in der Politik – zu schützen und aktiv zu leben. Demokratie sei eng mit den Möglichkeiten politischer Teilhabe verbunden. Ein Angriff auf die Arbeitszeitverkürzung sei daher auch ein Angriff auf die Demokratie.
Zeitpolitik, so Claar, sei nicht nur eine Frage der Arbeitszeit, sondern auch der gesellschaftlichen Gestaltung von Zeit insgesamt. Dabei spiele die Geschlechterverteilung von Arbeit eine zentrale Rolle, da Reproduktionsarbeit weiterhin ungleich verteilt sei. Notwendige Veränderungen ließen sich nicht durch Kürzungspolitik erreichen, sondern durch eine sozial-ökologische Transformation. Diese erfordere einen grundlegenden Perspektivwechsel hin zu einer Wirtschaftsweise, die soziale und ökologische Gerechtigkeit miteinander verbindet. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter seien in diesem Prozess nicht nur Betroffene, sondern zentrale Gestalterinnen und Gestalter der Zukunft.
Bei guten Gesprächen, übergewerkschaftlichem Austausch und reichlich Verpflegung klang der Abend in angenehmer Atmosphäre aus.
Mahl der Arbeit in Fulda: Gewerkschaften setzen Zeichen für Demokratie
Am traditionellen Mahl der Arbeit des DGB-Ortsverbands Fulda nahmen 54 Kolleginnen und Kollegen aus zahlreichen Einzelgewerkschaften teil, darunter auch Mitglieder des EVG-Ortsverbands Fulda. Der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Rolf Müller begrüßte die Anwesenden und ging in seinem Beitrag auf die politischen Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag sowie das Arbeitszeitgesetz ein.
