Kölner Senioren informieren sich über den Ausschreibungswettbewerb im Nah- und Fernverkehr

Zu einer Informationsveranstaltung der Kölner Seniorenleitung konnte der Vorsitzende Johannes Houben den Kollegen Christian Gebhardt von mobifair begrüßen. Als fachkundiger Referent berichtete er über die aktuelle Situation im Schienenpersonenverkehr und die Auswirkungen des Wettbewerbs im Nah- und Fernverkehr.

Zwei Personen stehen nebeneinander vor einer großen, bunten Wand mit der Aufschrift „DGB Region Köln-Bonn“ und „Köln“. Die Aufnahme zeigt zwei Erwachsene von etwa gleicher Körpergröße, die nebeneinander stehen und in die Kamera schauen. Die Person links trägt ein kurzärmeliges, einfarbiges Hemd und eine helle Hose sowie eine Brille. Die Person rechts trägt ein gestreiftes Oberteil mit kurzen Ärmeln und ebenfalls eine Brille. Beide stehen aufrecht und nah beieinander. Im Hintergrund befindet sich eine großformatige Wand oder ein Banner mit mehreren Farben, darunter Grün, Blau und Rot. Darauf sind gut lesbare Texte zu sehen, unter anderem „DGB NRW“, „Region Köln-Bonn“ sowie „Köln“. Ein Fenster am linken Bildrand lässt Tageslicht in den Raum, wodurch die Szene gleichmäßig beleuchtet ist.

Im Schienenpersonennahverkehr ist der Wettbewerb seit der Einführung des Regionalisierungsgesetzes in vollem Gange. Ausschreibungen nach dem Motto „Der Billigste gewinnt“ seien jedoch ein negatives Beispiel für die Entwicklung, so Gebhardt. „Wir sind nicht gegen Wettbewerb, aber er muss fair sein“, betonte er. Einsparungen auf Kosten der Sicherheit und der Qualität lehnen mobifair und die EVG entschieden ab. Gerade im Bereich der Sicherheit sei die Doppelbesetzung mit Zugbegleitpersonal in den Zügen des Nahverkehrs eine zentrale Forderung der Gewerkschaft.

Auch die Entwicklungen im Fernverkehr wurden intensiv diskutiert. Hier drängen neue Anbieter auf den deutschen Markt. Insbesondere das italienische Unternehmen Italo zeigt Interesse an lukrativen Verbindungen. Problematisch sei dabei, dass sich neue Wettbewerber vor allem auf wirtschaftlich attraktive Strecken konzentrieren. Die Folgen könnten für bestehende Fernverkehrsstandorte gravierend sein. „Wenn profitable Linien wegbrechen, fehlt dem Fernverkehr das Geld für die kleineren Standorte“, erläuterte Gebhardt. In der Region könnte beispielsweise Aachen zu den gefährdeten Standorten gehören. „Dagegen setzen wir uns zur Wehr. Hier stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel“, machte er deutlich.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und ihre Erfahrungen einzubringen. Es entwickelte sich eine lebhafte und intensive Diskussion über die Zukunft des Schienenverkehrs und die Sicherung guter Arbeitsbedingungen. Zum Abschluss dankte Johannes Houben dem Referenten für seinen informativen Vortrag sowie den Anwesenden für ihr großes Interesse und die engagierte Beteiligung an der Diskussion.

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