Gemeinsam stark – Frauen aus Schleswig-Holstein und Hamburg beim Seminar „Hilfe zur Selbsthilfe“

Frauen aus Schleswig-Holstein und Hamburg kamen zu einem gemeinsamen Seminar zusammen, das ganz im Zeichen von Selbstvertrauen, gegenseitiger Unterstützung und persönlicher Stärke stand. Unter der empathischen und wertschätzenden Leitung von Erika Albers beschäftigten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit dem Thema „Hilfe zur Selbsthilfe - eigene Ressourcen erkennen und nutzen“.

Gruppe von zwölf Personen vor einer Backsteinwand und einer Glastür im Außenbereich. Mehrere Personen halten ein weißes Banner mit blau-rotem Aufdruck „EVG FRAUEN“ und einer roten Figur. Rechts sind eine Hauswand mit Kletterpflanze und eine Mülltonne zu sehen. Der Boden ist mit Steinplatten gepflastert.

Im Mittelpunkt des Seminars stand die Frage: Welche Stärken bringe ich selbst mit, auf welche Fähigkeiten kann ich zurückgreifen und wo finde ich Unterstützung, wenn ich sie brauche?

In drei aufeinander aufbauenden Schritten und verschiedenen Arbeitsgruppen machten sich die Frauen auf den Weg, ihre persönlichen Ressourcen zu entdecken und sichtbar zu machen. Dabei ging es zunächst darum, die eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst wahrzunehmen. 

Anschließend wurde gemeinsam erarbeitet, welche Menschen und Netzwerke im persönlichen Umfeld Unterstützung bieten können. Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, diese Ressourcen gezielt einzusetzen und für die eigene Lebenssituation nutzbar zu machen.

Besonders bewegend und wichtig waren die Themen, die die Frauen selbst in den Mittelpunkt stellten. Dazu gehörten sexuelle Belästigung, Mobbing und Diskriminierung. Diese Erfahrungen und Herausforderungen machten deutlich, wie wichtig es ist, nicht allein zu bleiben, eigene Grenzen wahrzunehmen und den Mut zu finden, Hilfe und Unterstützung anzunehmen.

Der offene Austausch in den Arbeitsgruppen ermöglichte es den Teilnehmerinnen, eigene Erfahrungen einzubringen, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Dabei wurde deutlich: Jede Frau verfügt über eigene Stärken und Fähigkeiten. Manchmal braucht es lediglich einen geschützten Raum, einen Impuls oder die Unterstützung anderer Frauen, um diese wieder bewusst wahrzunehmen.

Das Seminar war nicht nur eine Gelegenheit zur persönlichen Weiterentwicklung, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Vernetzung der Frauen aus beiden Bundesländern.

Doch die Teilnehmerinnen nahmen nicht nur neue Erkenntnisse über ihre eigenen Stärken, Fähigkeiten und Möglichkeiten mit nach Hause. Im gemeinsamen Austausch entstanden auch zahlreiche Ideen für Aktionen und Initiativen, um Themen wie Gewalt gegen Frauen, Diskriminierung und Mobbing stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Ziel ist es, das Schweigen zu brechen, hinzuschauen und Betroffenen – in den meisten Fällen Frauen – Mut zu machen, sich Hilfe zu holen. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein sind und wo sie Unterstützung und Anlaufstellen finden können. Denn Aufklärung, gegenseitige Unterstützung und ein offener Umgang mit diesen Themen sind wichtige Schritte, um etwas zu verändern.

Gemeinsam sind wir stärker – und gemeinsam können wir auch etwas bewegen! Denn Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet nicht nur, die eigenen Kräfte zu entdecken, sondern auch, sich füreinander einzusetzen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Gewalt, Diskriminierung und Mobbing nicht länger verschwiegen werden.

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