EVG-Vize Ingenschay nach Angriff auf Bahnmitarbeiter: Merz darf nicht schweigen

Nach dem schweren Übergriff gegen einen Bahnmitarbeiter, bei dem dieser aus einem fahrenden Zug gestürzt ist, und der Ablehnung eines Haftbefehls gegen den ermittelten Täter, erklärt die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay:

Person steht auf einem Bahnsteig eines großen Bahnhofs. Die Person trägt ein langärmeliges Oberteil in Rosé mit V-Ausschnitt, eine feine Halskette und kleine Ohrringe. Die Haare sind kurz und dunkel und leicht gewellt. Der Oberkörper ist frontal zur Kamera ausgerichtet, die Arme sind seitlich angewinkelt. Im Hintergrund sind Gleise, ein überdachter Bahnsteig mit Glasdach, unscharfe wartende Personen sowie ein gelbfarbener Zug zu sehen. Die Umgebung wirkt hell und weitläufig.

„Es mag juristische Gründe dafür geben, dass der vorbestrafte Täter, der einen Kollegen aus einem fahrenden Zug geprügelt hat, auf freien Fuß gesetzt wurde. Aber was ist das für ein Signal an alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die in diesen Stunden um ihren Kollegen bangen? Die heute noch ihre Schicht antreten müssen und ihrer Familie sagen, dass schon alles gut gehen werde? Es ist längst nicht mehr sicher, in den Zügen zu arbeiten. Jeden Tag gibt es gewaltsame Übergriffe. Anfang des Jahres gipfelte die Gewalt in der Tötung des Zugbegleiters Serkan Çalar. 

Die anschließend angekündigte Strafverschärfung bei Übergriffen setzt weiter unangetastet im Justizministerium Staub an. Zeitgleich schieben sich Bundesregierung und Länder gegenseitig die Verantwortung zu, wenn es um mehr Geld für Sicherheit bei der Bahn geht. Hier läuft doch etwas gewaltig schief. Wir können doch als Gesellschaft nicht einfach akzeptieren, dass das so ist. Friedrich Merz muss seiner Regierung in dieser Frage Beine machen. Der Kanzler darf nicht mehr schweigen, er muss den Kampf gegen die Gewaltexzesse zur Chefsache machen.“

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