Gleichzeitig beobachtet die EVG mit großer Sorge aktuelle politische Debatten, in denen zentrale Errungenschaften des Sozialstaats infrage gestellt werden. Einschnitte bei sozialen Leistungen, wachsender Druck auf Schutzrechte und die Relativierung von Teilhabeansprüchen treffen insbesondere Menschen mit Behinderung. Für die EVG ist klar: Wer den Sozialstaat schwächt, gefährdet auch die gleichberechtigte Teilhabe.
Noch immer sind Menschen mit Behinderung im Alltag mit Benachteiligung, Ausgrenzung und strukturellen Hürden konfrontiert – auch in der Arbeitswelt. Gesetzliche Verpflichtungen werden zu häufig ignoriert, Barrierefreiheit verzögert und Beteiligungsrechte missachtet.
Für die EVG gilt deshalb: Inklusion darf nicht am Werkstor enden. Wer Vielfalt ernst meint, muss Gleichstellung auch leben.
Der BehPolA fordert daher:
- die uneingeschränkte und frühzeitige Beteiligung der Schwerbehindertenvertretungen bei allen personellen Maßnahmen,
- barrierefreie Arbeitsplätze und Arbeitsmittel für alle Beschäftigten,
- nachhaltige Investitionen in inklusive Arbeitsbedingungen statt bloßer Lippenbekenntnisse,
- die konsequente Einhaltung der Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen,
- eine Unternehmenskultur, die Respekt, Teilhabe und Chancengleichheit tatsächlich verwirklicht.
„Inklusion scheitert nicht an fehlenden Konzepten, sondern daran, dass Rechte im Alltag nicht konsequent umgesetzt werden. Wer Barrieren bestehen lässt, schließt Menschen aktiv aus.“ Uwe Lindholz, Sprecher des Behindertenpolitischen Ausschusses
Auch die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay macht deutlich: „Gerade in Zeiten, in denen am Sozialstaat gerüttelt wird, brauchen wir ein klares Bekenntnis zu Solidarität und Gerechtigkeit. Gleichstellung ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht – und das muss auch politisch verteidigt werden.“
„Gleichstellung ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht – und das muss auch politisch verteidigt werden.“ Cosima Ingenschay, stellvertretende EVG-Vorsitzende
Menschen mit Behinderung brauchen keine Sonderrolle – sie haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe. Der 5. Mai ist deshalb ein Tag des Protests und der klaren Worte: Teilhabe ist kein Privileg. Barrierefreiheit ist keine Gefälligkeit. Gleichstellung ist ein Recht.
Jetzt Petition unterschreiben: Keine Kürzung der Eingliederungshilfe! Teilhabe ist Menschenrecht: https://www.teilhabeistmenschenrecht.de/
