Bislang stellt der Arbeitgeber weiterhin auf Stur. Ein zweites, „nachgebessertes“ Angebot der GBM-Geschäftsführung hatte die Tarifkommission zurückgewiesen. Es war in vielen Punkten eher „verschlimmbessert“ und weit von unseren Forderungen entfernt. „Leben und leben lassen“, fordert ein Streikteilnehmer vom Arbeitgeber. Eine Kollegin gibt die Worte der Geschäftsführung inhaltlich wieder: „Die Auftragsbücher sind voll, der Betrieb ist erfolgreich und stand noch nie so gut da, wie jetzt“. In der jüngsten Vergangenheit wurden rund 60 neue Kolleg:innen über alle Bereiche hinweg eingestellt. „Der Arbeitgeber übersieht, dass das ohne uns nicht möglich wäre“.
Die Beschäftigten geben die Hoffnung nicht auf, dass ihnen noch ein faires und nachhaltig verbessertes Angebot vorgelegt wird. Kommt es nicht dazu, wäre der nächste Schritt im Tarifkonflikt die Urabstimmung. Dabei entscheiden die EVG-Mitglieder des Betriebes, ob sie in einen unbefristeten Streik treten. Entscheidend dafür wird eine von der GBM angekündigte Betriebsversammlung in wenigen Tagen sein.
Übrigens: Wer EVG-Mitglied ist, erhält im Streikfall Streikunterstützung. Deshalb ist nicht zu spät, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam als Gewerkschaftsmitglied mit den anderen Kolleg:innen zusammenzustehen. Schließlich geht es um euch, die Beschäftigten, um bessere Löhne, faire Arbeitsbedingungen und die Wertschätzung für eure tägliche Arbeit.
Vierter Warnstreik bei GBM beendet
Die Ansage von Crispin Kallinger (EVG) vor den Teilnehmenden des mittlerweile vierten Warnstreiks war klar und unmissverständlich. Die nächste Stufe im Arbeitskampf stehe bevor, deswegen: „Bleibt stark - ihr entscheidet, wie es weitergeht!“
