„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ – starke EVG-Präsenz am 1. Mai in der Region Süd-Ost

Der 1. Mai 2026 stand unter dem Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite.“ Und selten hat ein Motto so gut in die Zeit gepasst wie in diesem Jahr. Kriege, Unsicherheit und Profitgier treiben die Preise immer weiter nach oben, während Beschäftigte und Rentner:innen erneut die Zeche zahlen sollen.

elebter Platz mit mehreren blauen Pavillons und Sonnenschirmen mit der Aufschrift „EVG“. Zahlreiche Menschen, darunter auch Kinder, stehen davor oder gehen vorbei. Auf einem Pavillon hängt ein Banner mit Text und Zeichnungen. Im Hintergrund steht ein historisches Gebäude.

Leipzig

Sozialleistungen werden gekürzt, der Druck auf die arbeitenden Menschen wächst – und genau deshalb sind in der Region Süd-Ost hunderte EVG-Mitglieder am Tag der Arbeit auf die Straße gegangen. In vielen Städten war die EVG sichtbar, laut und klar in ihrer Haltung: für gute Arbeit, soziale Sicherheit und Respekt.

In Dresden beteiligten sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an der Demonstration vom Volkshaus bis zum Schützenplatz, wo anschließend die zentrale Kundgebung stattfand. Politische Reden, Beiträge aus der Jugend und Statements aus unterschiedlichen Bereichen machten deutlich, wie groß die Sorgen vieler Menschen inzwischen sind. Steigende Lebenshaltungskosten, faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit standen dabei im Mittelpunkt.

Für die EVG sprach Georg Krebs (BG Fernverkehr) und Ortsjugendleitung Ostsachsen zum Thema Sicherheit in Zügen. Er machte deutlich, wie belastend die Situation für Zugbegleiter:innen inzwischen geworden ist – eine Entwicklung, die Anfang des Jahres tragisch im Tod eines Kollegen gipfelte. Die EVG fordert seit Jahren mehr Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen. Dass dieses Thema mittlerweile auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen ist, zeigt, wie ernst die Lage geworden ist. Für die EVG bleibt klar: Sichere Arbeitsplätze und sichere Arbeitsbedingungen sind nicht verhandelbar.

Auch in Magdeburg setzte die EVG deutliche Zeichen. Danilo Kobow, Vorsitzender der Landesjugend, hielt eine engagierte und politische Rede. Er sprach über explodierende Energiepreise, steigende Mieten, unsichere Renten und Einschnitte im Gesundheitswesen. Seine Botschaft war klar: Die arbeitenden Menschen dürfen nicht länger still bleiben. Gleichzeitig warnte er eindringlich vor rechten Scheinlösungen und machte deutlich, dass soziale Gerechtigkeit nur mit Solidarität und einer starken Interessenvertretung erreicht werden kann.
In Halle stand der 1. Mai ganz im Zeichen von Solidarität, Austausch und gemeinschaftlichem Miteinander. Unter dem Motto „Solidarität ist unsere stärkste Kraft!“ kamen viele Kolleginnen und Kollegen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Als Hauptredner fand Bodo Ramelow klare Worte zu den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – der starke Applaus zeigte, wie sehr seine Aussagen die Menschen bewegt haben.

Auch am EVG-Stand herrschte den ganzen Tag reger Betrieb. Petra Sitte, ehemalige Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, setzte mit ihrer Unterschrift unter die Petition „Sicherheit ist nicht verhandelbar“ ein deutliches Zeichen der Unterstützung. Gleichzeitig nutzte Janina Böttger die Gelegenheit für den direkten Austausch mit EVG-Mitgliedern und Beschäftigten vor Ort.

Die EVG zeigte sich präsent, ansprechbar und nah dran an den Kolleginnen und Kollegen. Ein großer Dank gilt dem OV Halle für die starke Organisation und den engagierten Einsatz vor Ort.
Auch in Leipzig war die EVG am 1. Mai sichtbar vertreten. Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an den Veranstaltungen und Demonstrationen und suchten das Gespräch mit vielen Menschen vor Ort. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie sichere Arbeitsplätze, faire Löhne und soziale Gerechtigkeit. Die starke Beteiligung zeigte: Gewerkschaft lebt vom Mitmachen und vom gemeinsamen Einsatz füreinander.

In Erfurt war die EVG ebenfalls präsent und beteiligte sich an den Aktionen und Veranstaltungen rund um den Tag der Arbeit. Gemeinsam mit vielen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern wurde deutlich gemacht, dass gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und Solidarität auch weiterhin entschlossen verteidigt werden müssen.

In Dessau sprach der OV-Vorsitzende Peter Anton über den zunehmenden Druck auf Beschäftigte und machte deutlich: Gute Arbeit ist kein Luxus, sondern ein Recht. Besonders klar positionierte er sich gegen Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag. Für die EVG ist eindeutig:  rbeitszeitbegrenzungen sind Schutzrechte und keine Verhandlungsmasse für Profitinteressen.
In Sangerhausen sprach Annett Nordmann, Betriebsratsmitglied der DB InfraGO Netz Halle. Sie erinnerte daran, dass der 1. Mai nicht nur Feiertag, sondern Kampftag sei – für gute Arbeit, soziale Sicherheit und Respekt. Gerade dieser Respekt gehe vielen Beschäftigten im Alltag zunehmend verloren.

Auch in Stendal war die EVG präsent. Geschäftsstellenleiter Jan Melzer sprach in seiner Mai-Rede über die zunehmenden Herausforderungen im Arbeitsalltag vieler Kolleginnen und Kollegen. Besonders das Thema Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen stand im Mittelpunkt seiner Rede. Er machte deutlich, dass Beschäftigte Schutz, Rückhalt und eine Politik brauchen, die ihre Sorgen ernst nimmt. Die Resonanz vor Ort zeigte: Diese Themen bewegen viele Menschen.

Ob in Dresden, Halle, Leipzig, Erfurt, Magdeburg, Dessau, Sangerhausen, Zeitz oder Stendal – der 1. Mai 2026 hat gezeigt: Die EVG ist sichtbar, engagiert und kämpferisch. Für sichere Arbeitsplätze. Für Respekt. Für soziale Gerechtigkeit. Und für eine Gesellschaft, in der nicht Profite im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen, die jeden Tag den Laden am Laufen halten.

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