Erinnern heißt Verantwortung: EVG-Landesfrauen besuchen Auschwitz und Birkenau

Vom 16. bis 21. März reisten die EVG-Landesfrauen aus NRW mit einer Gruppe von 15 Frauen nach Oświęcim. Untergebracht waren sie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte.

Eine Gruppe von etwa fünfzehn Personen steht dicht nebeneinander auf einem gepflasterten Weg im Freien. Die Personen tragen Jacken und Mäntel in verschiedenen Farben, einige mit Taschen oder Rucksäcken. Hinter der Gruppe befindet sich eine hohe Skulptur aus Holz, die zwei menschliche Figuren darstellt. Im Hintergrund sind ein Gebäude mit großen Fenstern und einem Glasdach sowie kahle Bäume zu sehen. Das Bild ist bei Tageslicht aufgenommen, der Himmel ist hell.

Zu Beginn der Bildungsreise stand die Auseinandersetzung mit den historischen Grundlagen: Was geschah 1933 in Deutschland? Wie kam es zur Machtübernahme der Nationalsozialisten? Schritt für Schritt wurde nachvollziehbar, wie demokratische Strukturen abgebaut und eine Diktatur errichtet wurde. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entstehung der ersten Konzentrationslager, ihren Funktionen sowie der stetigen Ausweitung des Lagersystems. Besonders erschütternd war die Erkenntnis, mit welcher Systematik und Grausamkeit die Nationalsozialisten vorgingen und welche perfiden Methoden der Unterdrückung und Vernichtung sie entwickelten.

Die anschließenden Besuche der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau waren von großer Emotionalität geprägt. Das Betreten der historischen Orte, der Blick auf erhaltene Gebäude, persönliche Gegenstände der Opfer und die Orte des Leidens ließen die zuvor erarbeiteten Inhalte auf beklemmende Weise real werden. Viele Momente waren schwer auszuhalten und führten zu tiefer Betroffenheit und Nachdenklichkeit.

Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Begleitung durch die Referenten Eberhard Podzuweit und Erika Albers sowie durch die Guides vor Ort. Mit großem Fachwissen, Respekt und Sensibilität führten sie durch die Gedenkstätten. Ihre Erklärungen und persönlichen Geschichten halfen, die Dimension des Geschehenen zu verstehen, ohne die individuellen Schicksale der Opfer aus dem Blick zu verlieren.

Die Reise war eine wichtige persönliche und gesellschaftliche Erfahrung. Sie machte deutlich, wie unverzichtbar Erinnerung, Aufklärung und Verantwortung sind – gerade in der heutigen Zeit. Der Besuch im Stammlager Auschwitz und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wird allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben.

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