Am Ende dieser Woche steht fest, wie die betrieblichen Interessenvertretungen im DB-Konzern in den kommenden Jahren zusammengesetzt sind. Für die EVG ein guter Anlass, zum Finale noch einmal Präsenz zu zeigen – diesmal bei DB Cargo (C6) in Halle/Saale.
„Die Kolleginnen und Kollegen waren gut drauf, viele haben bereits gewählt. Der heutige Tag ist sehr gut gelaufen.“ André John, Spitzenkandidat der EVG-Liste
André John, Spitzenkandidat der EVG-Liste, blickt zufrieden in die Runde. Am Vormittag hat die EVG-Geschäftsstelle einen Grillstand aufgebaut, schnell sind die Kolleg:innen der Frühschicht aufmerksam geworden. „Das ist eine sehr gute Veranstaltung heute. Wir haben viel positives Feedback bekommen“, sagt André. „Die Kolleginnen und Kollegen waren gut drauf, viele haben bereits gewählt. Der heutige Tag ist sehr gut gelaufen.“
„In den bevorstehenden Gesprächen wird es vor allem darum gehen, dass EVG-Mitglieder nicht schlechter gestellt werden.“ Cosima Ingenschay
Mit dabei ist auch die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay, zugleich stellvertretende Vorsitzende des Cargo-Aufsichtsrates. Sie kommt rasch mit den Beschäftigten ins Gespräch und informiert über die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes. Dabei macht sie deutlich, dass eine behauptete Abbedingung ohne die EVG nicht möglich ist. „In den bevorstehenden Gesprächen wird es vor allem darum gehen, dass EVG-Mitglieder nicht schlechter gestellt werden“, betont sie.
„Im Moment fehlt die Haltelinie für die Mitarbeitenden.“ André John
Ein zentrales Thema für viele Beschäftigte ist die fehlende Beschäftigungssicherung. Diese gibt es nur in den EVG-Tarifverträgen. Bei C6 kommen diese jedoch nicht zur Anwendung, stattdessen gelten die Tarifverträge der gewerkschaftlichen Konkurrenz. Da diese keine Beschäftigungssicherung vorsehen, kann das für manche Kolleg:innen zum konkreten Problem werden. Ab Juni werden die Ergebnisse des Interessenausgleichs IV bei DB Cargo umgesetzt – mit der möglichen Folge, dass Arbeitsplätze wegfallen.
„Im Moment fehlt die Haltelinie für die Mitarbeitenden“, sagt André John. Umso mehr hofft er auf ein positives Ergebnis der Betriebsratswahlen und eine EVG-Mehrheit. „Es war ein harter Wahlkampf. Wir haben alle Standorte besucht und viele Gespräche geführt. Das Feedback war sehr positiv – viele haben uns gesagt: Wir haben euch gewählt. Deshalb blicken wir vorsichtig optimistisch auf den Donnerstag.“




