Fünf Zimmer mehr gibt es nun mehr im neuen EVG-Gästehaus, die vornehmlich Teilnehmenden der Seminare oder urlaubenden EVG-Mitgliedern zur Verfügung stehen sollen. „Wir vermieten bei Interesse aber auch an Jeden, der ein paar Tage an der Côte d’Azur verbringen möchte“, sagt Ronny Fischer, der das in unmittelbarer Nähe befindliche EVG-Gewerkschaftshaus schon seit über 30 Jahren leitet.
Das Konzept überzeugt. Vier kleine 18 bis 22 Quadratmeter große Studios mit Doppelbetten sind entstanden, je zwei auf einer Etage sowie ein Einzelzimmer. Verbindungstüren machen eine flexible Nutzung möglich. Familien mit Kindern nutzen die beiden nebeneinander liegenden Räumlichkeiten und haben so eine Etage für sich. Einzelreisende oder Paare sind bei geschlossener Verbindungstür ungestört. Alle vier Studios verfügen neben einem eigenen Bad über eine Küche mit Mikrowelle, Herd, Kühlschrank und Kaffeemaschine sowie eine Sitzgelegenheit fürs Frühstück oder Abendessen. Fernseher, Klimaanlage, Balkon oder Gartenzugang mit traumhaften Meerblick gehören ebenfalls zu jeder Wohneinheit.
Ein neues Kapitel für die EVG in Èze-sur-Mer - das neue EVG-Gästehaus ist eröffnet
Der Blick hinaus aufs Meer ist unbeschreiblich. Und er ist vornehmlich Mitgliedern der EVG vorbehalten. Nach einem herausfordernden Umbau ist das neue EVG-Gästehaus „Petit Bijou“ endlich fertig geworden - und wird seinem Namen mehr als gerecht. Denn: ein „kleines Schmuckstück“ ist die räumliche Erweiterung des EVG-Gewerkschaftshauses Èze-sur-Mer im Süden Frankreichs wahrlich.

„Jetzt können wir auf die Wünsche unserer Mitglieder viel besser eingehen“, macht Ronny Fischer deutlich. In jüngster Zeit habe man Kolleginnen und Kollegen, die außerhalb des Seminarbetriebs nach Èze kommen wollten, immer wieder absagen müssen, weil es keine freien Kapazitäten für Urlauber mehr gab. Neben zahlreichen Bildungsveranstaltungen für die Jugend, finden in Südfrankreich vermehrt auch Seminare der Frauen sowie der Seniorinnen und Senioren statt.
Das neue EVG-Gästehaus „Petit Bijou“ schafft die dringend notwendige Erweiterung, um EVG-Mitgliedern Urlaub in Èze zu ermöglichen und denn bei gut besuchten Seminaren können in den Appartements auch Teilnehmende untergebracht werden, was die Wirtschaftlichkeit verbessert.
Bis zur Einweihung Mitte August war es jedoch ein weiter Weg. „Vor zwei Jahren hatten wir erfahren, dass das kleine Haus auf der anderen Straßenseite verkauft werden sollte. Eigentlich hatte es schon einen neuen Eigentümer gefunden, der dann aber doch wieder abspringen musste“, erinnert sich Ronny Fischer. „Das war unsere Chance“.
„Jetzt können wir auf die Wünsche unserer Mitglieder viel besser eingehen.“ Ronny Fischer, Leiter des Gewerkschaftshauses
Die für die Finanzen der EVG-Verantwortlichen waren frühzeitig informiert und auch der Bundesvorstand war in die Entwicklung mit einbezogen. Damit konnte in der Geschichte der EVG in Èze-sur-Mer ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.
Aus einem kleinen südfranzösischen Haus mit Geschichte ist das neue EVG-Gästehaus entstanden und etwas ganz Besonderes geworden. Architektin Marie Laure Guillot ein wahres Schmuckstück gezaubert. „Die größte Herausforderung war, das Bestmögliche aus den vorhandenen Räumlichkeiten zu machen“, sagt sie. Das ist gelungen. Das Haus wurde entkernt, störende Stützpfeiler abgerissen und neue Träger eingezogen. Die komplette Technik ist neu, von den Stromkabeln, über die Wasserleitungen bis hin zur Heizung- und Klimaanlage.
Bis zum Eröffnungstermin wurde gearbeitet - und noch ein bisschen darüber hinaus, weil bei einem solchen Projekt immer Unwägbarkeiten auf den Bauherren warten. „Plötzlich wurde ein Baustopp verhängt, weil in der jetzigen Urlaubszeit die Arbeiten eigentlich ruhen müssen. Glücklicherweise konnten wir eine Ausnahmegenehmigung erhalten“, sagt Patricia Fischer, deren Nervenkostüm in den vergangenen Wochen und Monate deutlich strapaziert worden war.
Zur offiziellen Eröffnung, am Samstag, den 15. August 2026, präsentierte sich das EVG-Gästehaus „Petit Bijou“ von seiner schönsten Seite - und die Gäste waren mehr als beeindruckt. Martin Burkert, Vorsitzender der EVG, durchschnitt ein blaues Band und weihte so die neuen Räumlichkeiten ein. „Wir haben in Èze immer zu wenig Zimmer gehabt; jetzt konnten wir unsere Bildungseinrichtung das erste Mal erweitern. Aus unserem Traum ist dieses schöne neue Haus geworden, das in die Konzeption von Èze passt und zudem eine gute Geldanlage darstellt“, machte Martin Burkert deutlich.
Erste Gäste gab es auch schon. „Wir möchten unsere Freude gern mit Mitgliedern der EVG teilen, die persönlich vor besonderen Herausforderungen stehen“, erklärte Martin Burkert. Deshalb seien zur Eröffnung drei Familien eingeladen worden, die persönliche Schicksalsschläge verkraften mussten.
„Aus unserem Traum ist dieses schöne neue Haus geworden, das in die Konzeption von Èze passt und zudem eine gute Geldanlage darstellt.“ Martin Burkert, EVG-Vorsitzender
Die Möglichkeit so mal abzuschalten und die Sorgen des Alltags zu vergessen, soll auch künftig bestehen. „Wir wollen daraus eine Tradition machen und einmal im Jahr Mitglieder einladen, die uns von unseren Geschäftsstellen vorgeschlagen werden, deren Auswahl dann eine Jury trifft“, erklärte der EVG-Vorsitzende. „Dass wir Gemeinschaft leben wird auch daran deutlich“ - so Martin Burkert.
Die Anfänge der EVG in Èze-sur-Mer reichen bis ins Jahr 1955 zurück
Damals kaufte der „Industrieverband Eisenbahnen im Saarland“ das Grundstück, auf dem zuvor Blumen sowie Obst und Gemüse angebaut worden war. „Die wurden seinerzeit in Monaco verkauft“, erinnert sich der 82jährige Armand Tomatis, einer der unmittelbar angrenzenden Bewohner. Zehn Jahre nach dem verheerenden Krieg gab es seitens der Anwohner keine Vorbehalte gegen die deutschen Nachbarn. „Wir haben immer eine gute Nachbarschaft gepflegt und wurden eingeladen, wann immer es etwas zu feiern gab“, sagt er.
Völkerverständigung war denn auch das Programm der „Herberge Europas“, die sich über die Jahrzehnte immer weiter entwickelt hat. Anfangs wurde in Etagenbetten geschlafen, die in einfachen Zelten standen. Es gab eine Feldküche und Duschen gegen Münzeinwurf. Jeder, der zu einem Seminar nach Èze kam, musste beim Ausbau mit anpacken. Der Tagesablauf war streng geplant; um 22 Uhr hieß es: Bettruhe.
Für viele war die Reise nach Èze der erste „Ausflug“ überhaupt ans Meer, für zahlreiche Jugendliche der erste „Urlaub“ ohne Eltern. Reisen innerhalb Europa war noch eine Herausforderung. Ein Reisepass wurde benötigt, an den Grenzen wurde kontrolliert, alles war umständlich und zeitraubend. Viele, die früher dabei waren, erinnern sich heute noch gerne an diese Zeiten, die einfach aber schön, vor allem aber für Gewerkschaftsmitglieder etwas Besonderes und damit Verbindendes war.
Heute verfügt das EVG-Gewerkschaftshaus über zwölf moderne Zimmer, die vom Einzel- bis zum Vierbett-Zimmer genutzt werden können. Hinzu kommen jetzt die neuen Schlafmöglichkeiten im EVG-Gästehaus „Petit Bijou“, die die Seminarkapazitäten deutlich erweitern.
Wer Interesse daran hat, ein paar Tage Urlaub im EVG-Gästehaus „Petit Bijou“ zu verbringen, kann sich ab sofort an Patricia Fischer wenden. Die Preise beginnen bei 140 Euro pro Nacht im Doppelzimmer und schwanken, je nach Saison. Für EVG-Mitglieder gibt es noch ein besonderes Extra: das Abendessen kann, soweit angeboten, kostenlos im EVG-Gewerkschaftshaus eingenommen werden. Ein neues Kapitel hat begonnen.
Kontakt EVG-Gästehaus Petit Bijou
Patricia Fischer
Petit-Bijou@evg-online.org
www.eze-sur-mer.de/petit-bijou









