DGB-Appell: EU-Entgelttransparenzrichtlinie endlich umsetzen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern die Bundesregierung auf, die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (ETRL) umgehend in nationales Recht umzusetzen. Am 7. Juni endet die Umsetzungsfrist – doch Deutschland lässt sie verstreichen, obwohl die Entgeltlücke weiterhin bei rund 16 Prozent liegt.

Die Richtlinie bietet die Chance, den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“ endlich wirksam in den Betrieben durchzusetzen. Das bisherige Entgelttransparenzgesetz hat dieses Ziel nachweislich nicht erreicht. Zentrale Elemente der ETRL wie regelmäßige Prüfungen der Entgeltpraxis sollen mehr Transparenz schaffen und diskriminierende Lohnunterschiede abbauen.

Zugleich kann die Umsetzung die Tarifbindung stärken, etwa durch Erleichterungen für tarifgebundene Unternehmen bei Berichtspflichten. Der DGB mahnt deshalb: Die Bundesregierung muss die bestehende Unsicherheit für Unternehmen, Beschäftigte und Interessenvertretungen beenden und schnell für klare gesetzliche Regelungen sorgen.

Die EVG unterstützt diesen Appell ausdrücklich: Für mehr Lohntransparenz, Entgeltgerechtigkeit und faire Bedingungen im Betrieb.

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